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Medienbericht: Zschäpe hatte Fluchthelferin

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Das mutmaßliche Mitglied der terroristischen Vereinigung "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU), Beate Zschäpe. Foto: dapd
Wie das Magazin „Focus“ berichtet, hatte die mutmaßliche NSU-Terroristin Beate Zschäpe im November 2011 nach der Brandstiftung in Zwickau eine Helferin. Diese soll ihr Kleidung übergeben haben. Zschäpe wurde vier Tage später festgenommen.
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München/Karlsruhe

Bei ihrer Flucht aus Zwickau am 4. November 2011 hatte die mutmaßliche Neonazi-Terroristin Beate Zschäpe nach einem „Focus“-Bericht eine Helferin. Der Verdacht gegen die frühere Zschäpe-Vertraute Susann E. habe sich erhärtet, schreibt das Magazin unter Berufung auf die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe. Die 31-Jährige soll Zschäpe kurz nach der Brandstiftung im Haus der Terrorzelle „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) saubere Kleider übergeben haben.

Die Bundesanwaltschaft ermittelt gegen die mutmaßliche Fluchthelferin laut „Focus“ nun auch wegen des Verdachts der Strafvereitelung. Bisher hatte man ihr lediglich Unterstützung einer terroristischen Vereinigung vorgeworfen.

Eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft wollte sich zu Einzelheiten am Sonntag unter Verweis auf laufende Ermittlungen nicht äußern. Sie bestätigte aber, dass bei einer von neun beschuldigten Personen Ermittlungen auch auf den Verdacht der Strafvereitelung ausgeweitet wurden. Neben Zschäpe müssen sich ab 6. Mai vier Angeklagte vor dem Oberlandesgericht München wegen der NSU-Mordserie verantworten.

Die Ermittler in Karlsruhe gehen davon aus, dass Zschäpe das Feuer gelegt hat und ihre mit einem Brandbeschleuniger verschmutzten Kleider wechselte. Wer ihr dabei half, stand lange Zeit nicht fest. Eine zentrale Rolle bei den Ermittlungen spielt nach Informationen des „Focus“ eine braune Jacke, die Zschäpe bei ihrer Festnahme am 8. November 2011 trug.

Der Bundesanwaltschaft liegen laut Magazin gesicherte Informationen vor, wonach Susann E. eine solche Allwetter-Jacke besaß. Die Frau habe sich zu den Vorwürfen bislang nicht geäußert. (dpa)

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