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Nationale Haushalte: EU-Parlament plant rigidere Kontrollen

Abgeordnete des EU-Parlaments haben am Mittwoch über den Finanzrahmen bis 2020 abgestimmt. Foto: dpa
Mit einer strengeren Kontrolle nationaler Haushalte sollen in Zukunft schwere Krisen im Euroland vermieden werden. Das jetzt vom EU-Parlament verabschiedete Gesetzespaket kann in den nächsten Monaten in Kraft treten.
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Straßburg. 

Die nach der Finanzkrise beschlossene strengere Haushaltskontrolle in der EU kann in den nächsten Monaten in Kraft treten. Das EU-Parlament hat das Gesetzespaket am Dienstag mit großer Mehrheit verabschiedet.

Wichtigste Elemente sind eine Schuldenbremse für mehr Haushaltsdisziplin und Strafen für Sünden-Länder.

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso begrüßte die Einigung als „wirksames Instrument, um die Haushalts- und Wirtschaftspolitik auf EU-Ebene besser zu koordinieren“. Die strengere Kontrolle gilt als wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer Wirtschaftsregierung der Eurozone. Die Euro-Staaten müssen ihre Haushaltsplanung jährlich, und zwar vor dem 15. Oktober, der EU-Kommission und der Eurogruppe in Brüssel vorlegen. Falls sich wirtschaftliche Fehlentwicklungen abzeichnen, kann Brüssel Änderungen wie etwa weitere Sparmaßnahmen verlangen. Dies soll Krisen wie in Griechenland künftig verhindern.

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Nach dieser Einigung werden Euro-Staaten verschärft beobachtet, die bereits in einem EU-Verfahren wegen eines zu hohen Staatsdefizits stecken, ernsthafte finanzielle Probleme haben und Hilfen aus dem Euro-Rettungsfonds erhalten.

Die Abgeordneten haben durchgesetzt, dass die Frage einer gemeinschaftlichen Schuldenhaftung und das Reizthema Eurobonds auf dem Tisch bleiben. Eine Expertengruppe soll sich damit beschäftigen und die Ergebnisse in einem Jahr vorlegen. Die Einigung gebe der EU die Möglichkeit, die notwendigen Schritte einzuleiten, um Schuldentilgungsfonds und eine gemeinschaftliche Schuldenverwaltung einzuführen, sagte der SPD-Abgeordnete Udo Bullmann. (dpa)

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