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Nato-Einsatz: „Patriot“-Raketen in die Türkei unterwegs

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Einer von insgesamt fünf Konvois der „Patriot“-Raketenabwehrstaffeln nach Travemünde (Schleswig-Holstein), von wo aus die Technik für den Nato-Einsatz in die Türkei verschifft wird. Die Einheit mit rund 170 Soldaten des Geschwaders soll Anfang Februar in der Türkei einsatzbereit sein. Foto: dpa
Die erste Fahrzeugkolonne der Bundeswehr mit „Patriot“-Abwehrraketen ist nach Travemünde unterwegs, von wo aus sie in die Türkei gebracht werden. Die Bundeswehr ist mit zwei Staffeln an dem Nato-Einsatz zum Schutz vor Angriffen auf die Türkei aus Syrien beteiligt.
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Sanitz/Travemünde/Damaskus

Flugabwehrspezialisten der Bundeswehr in Mecklenburg-Vorpommern haben am Sonntag mit der Verlegung von „Patriot“-Abwehrraketen in die Türkei begonnen. Eine erste Kolonne mit gut 20 Fahrzeugen habe am Morgen das Kasernengelände in Sanitz bei Rostock verlassen und sei in Richtung Lübeck-Travemünde unterwegs, sagte ein Sprecher des Flugabwehrraketengeschwaders 2. Dort sollen am Dienstag die insgesamt 220 Fahrzeuge und Anhänger aus Mecklenburg-Vorpommern auf ein Schiff verladen werden (Video der Bundeswehr).

Die Einheit mit rund 170 Soldaten des Geschwaders soll Anfang Februar in der Türkei einsatzbereit sein. Das deutsche Kontingent wird von Oberst Marcus Ellermann, dem Kommodore des Flugabwehrraketengeschwaders 1 „Schleswig-Holstein“ in Husum, geleitet. Es soll gemeinsam mit Raketenabwehrspezialisten aus den USA und den Niederlanden den Nato-Partner Türkei vor Angriffen aus dem Bürgerkriegsland Syrien schützen.

Assad will Stellung nehmen

Der syrische Präsident Baschar al-Assad will am Sonntag Stellung zu den „jüngsten Entwicklungen in Syrien und in der Region“ nehmen. Das kündigte die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana am Samstagabend an. Weitere Einzelheiten wurden nicht genannt. Es wäre die erste öffentliche Rede Assads seit Ausweitung der Kämpfe zwischen den Truppen seines Regimes und Aufständischen auf Damaskus.

Mehr dazu

Im Großraum der syrischen Hauptstadt versuchten Regierungstruppen auch am Samstag, den Vormarsch der Rebellen mit massiven Operationen zu stoppen. Wie die syrischen Menschenrechtsbeobachter in London mitteilten, gab es dabei erneut Luftschläge gegen Regimegegner im Umland (Menschenrechtsbeobachter auf Facebook). Vor allem die Ortschaft Al-Naschabija sei betroffen gewesen, hieß es. Dort habe es zahlreiche Tote und Verletzte gegeben. In einer Reihe von Vororten gebe es zudem weiterhin heftige Kämpfe.

In der Damaszener Innenstadt meldeten Aktivisten die Explosion einer Autobombe im dem Stadtteil Rukn ad-Din. Im Christenviertel Bab Tuma schlug eine Mörsergranate ein. Laut Vereinten Nationen gab es seit Beginn des Konflikts im März 2011 mehr als 60.000 Opfer.

Über die Grenze geflüchtet

Laut Medienberichten flüchtete am Samstag erneut ein syrischer Pilot mit seinem Kampfjet über die Grenze. Er landete demnach mit seiner Mig-23 in der türkischen Provinz Adana. Eine offizielle Bestätigung gab es zunächst nicht. Bei einem ähnlichen Fall war vor mehr als einem halben Jahr ein syrischer Pilot mit einer MiG-21 ins benachbarte Jordanien geflohen und hatte dort politisches Asyl beantragt. (dpa)


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