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Pirat: Twitter ist für Lauer „gestorben“

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Der Berliner Piraten-Fraktionschef Christopher Lauer kehrt dem Kurznachrichtendienst Twitter weitgehend den Rücken. Vorerst zumindest. Foto: dpa
Immer diese Kommunikation! Am besten zieht man sich zurück auf klassische Medien wie das Fernsehen, wenn man wichtiges zu sagen hat. Das hat Christopher Lauer, Fraktionschef der Piraten, jetzt getan und sich in der FAZ von Twitter verabschiedet.  Von
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Die Welt wird immer komplexer, da blicke noch einer durch und erschrecke nicht vor der Informationsflut und den Anforderungen an die Kommunikation, möglicherweise gar mit Wählern. Deshalb hat jetzt der Berliner Piraten-Fraktionschef Christopher Lauer sich von Twitter , einem der Piraten-Leitmedien, losgesagt.

Der Kurznachrichtendienst, so schreibt er in der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, bestimme seinen Alltag mit, dem stehe aber ein geringer Mehrwert gegenüber. Nebst den Zumutungen, ohne Unterlass mit der Nabelschau anderer, Meldungen über Justin Bieber oder sinnlosen Diskussionen belästigt zu werden.

Wolle man als Politiker Aufmerksamkeit erzielen, wende man sich am besten ans Fernsehen mit einem potenziellen „Millionenpublikum“. Oder eben an ein Blatt mit Verständnis für Methusalem-Komplexe wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ . Dass diese revolutionäre Wendung auch wirklich die angemessene Verbreitung findet, stellte Lauer vorsichtshalber über Twitter sicher: „Schreibe heute in der FAZ darüber, warum Twitter für mich gestorben ist“.
Abgeschalten mag er seinen Account nicht, „zum Verbreiten von Links auf meinen Blog reicht es noch.“

Man möge ihm künftig eine E-Mail schicken. Jene gute alte elektronische Post, die in Studien regelmäßig als Geißel der modernen Arbeitswelt genannt und in einigen Unternehmen schon wieder abgeschafft wird.

Und weil eine Zeitung so ein wunderbares Medium ist und die Meinungsvielfalt fördert, findet man in dergleichen FAZ-Ausgabe ein Porträt der „Die Twitterkönigin“: Argentiniens Präsidentin Cristina Kirchner hat Pressekonferenzen durch Twitter-Nachrichten abgelöst.

Im Januar war sie die bei Twitter am meisten zitierte politische Figur in Argentinien. Von so viel Aufmerksamkeit können Piraten nur träumen.

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