26.07.2016
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Sachsen: Mit Nazi-Autos durch die Stadt

Paris 1940? Nein, diese Aufnahme entstand am am 9. September 2012 in Freiberg.

Paris 1940? Nein, diese Aufnahme entstand am am 9. September 2012 in Freiberg.

Foto:

dapd

Beim Tag der Sachsen in Freiberg haben erneut Wehrmacht-Fans einen eigenen Stand betrieben und sind mit Militärfahrzeugen aus dem Zweiten Weltkrieg durch die Stadt gefahren. Wie die Partei Die Linke am Sonntag mitteilte, handelte es sich dabei um eine Gruppe namens „Militärfreunde Sachsen“.

Die Männer präsentierten sich demnach auf dem Fest mit über 300.000 Zuschauern in originalen Uniformen, Autos und Motorrädern der Wehrmacht und stellten unter anderem einen Wegweiser mit der Aufschrift „Moskau“ auf. Zudem zeigten sie kleine militärische Übungen.

Volker Külow, kulturpolitischer Sprecher der Linken, nannte die Vorfälle einen Skandal. Es sei „instinktlos und kriegsverherrlichend“, wenn eine „mörderische Maschinerie wie die Wehrmacht verharmlost wird“. Der Linken-Politiker kündigte parlamentarische Konsequenzen an. Insbesondere müsse sich Landtagspräsident Matthias Rößler (CDU) erklären, der als Präsident des Kuratoriums „Tag der Sachsen“ die Verantwortung für die Vorfälle trüge, so Külow.

Das Zeigen von Kriegstechnik aus dem Dritten Reich scheint beim Tag der Sachsen indes an der Tagesordnung zu sein. Recherchen von dapd ergaben, dass schon zum 20. Tag der Sachsen in Kamenz Wehrmacht-Fans mit einem eigenen Stand präsent waren. (dapd)


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