28.07.2016
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Supermarkt-Attentäter von Paris: Coulibaly könnte weiteren Anschlag verübt haben

Amedy Coulibaly

Amedy Coulibaly in einem islamistischen Video.

Foto:

afp

Paris -

Einer der islamistischen Attentäter in Frankreich hat womöglich noch einen weiteren Anschlag verübt: Die Staatsanwaltschaft stellte am Sonntag eine Verbindung zwischen Amedy Coulibaly und den Schüssen auf einen 32-jährigen Jogger am Mittwochabend im Großraum Paris her.

Es habe einen Abgleich der am Ort des Angriffs auf den Jogger gefundenen Patronenhülsenmit der Tokarew-Pistole gegeben, die nach der Geiselnahme am Freitag in einem jüdischen Supermarkt in Paris entdeckt worden war, erklärten die Ermittler.

Ein 32-Jähriger war am Mittwochabend beim Joggen in Fontenay-aux-Roses südlich von Paris durch Schüsse lebensgefährlich verletzt worden. Coulibaly „wohnte in derselben Gemeinde und der Angriff fand am Tag des Attentats auf 'Charlie Hebdo' statt“, hatte es bereits am Samstag aus Ermittlerkreisen geheißen.

Coulibaly soll am Donnerstagmorgen eine Polizistin südlich von Paris erschossen und am Freitag bei einer Geiselnahme in einem jüdischen Supermarkt vier Menschen getötet haben. Er wurde wie die beiden islamistischen Angreifer auf die Satirezeitung „Charlie Hebdo“ am Freitag bei einem Polizeieinsatz getötet. (afp)