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Syrien: Assad schließt Dialog mit Rebellen aus

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Syriens Präsident Baschar al-Assad zeigte sich in seiner Fernseh-Ansprache kompromisslos gegenüber den Rebellen. Foto: afp
Der syrische Präsident Baschar al-Assad gibt sich trotz immer schlagkräftigeren Rebellen kompromisslos. In einer seiner seltenen öffentlichen Reden bezeichnete der Staatschef die Opposition als „Marionette des Westens“ und lehnte einen Dialog ab.
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Istanbul/Beirut

Der syrische Präsident Baschar al-Assad hat die bewaffneten Rebellen von einer möglichen politischen Lösung ausgeschlossen. Verhandlungen mit Banden, Extremisten oder „Marionetten“ des Westens werde es nicht geben, sagte Assad am Sonntag in Damaskus. Für eine politische Lösung des Konfliktes müssten die Regionalmächte Geld- und Waffenlieferungen an die Aufständischen beenden und die Rebellen ihre Kampfhandlungen einstellen, erklärte der international weitgehend isolierte Präsident in der Oper von Damaskus.

Jene, die „Syrien nicht verraten haben“ lud er zu einer Versöhnungskonferenz ein. Die Opposition lehnte die Vorschläge ab: Die Rede ziele darauf ab, eine diplomatische Lösung zunichte zu machen, erklärte die Nationalkoalition. Die britische Außenminister William Hague sprach von leeren Reformversprechen, durch die sich niemand mehr täuschen lasse.

Assads erste öffentliche Äußerungen seit Anfang November wurde immer wieder vom Klatschen und Zwischenrufen loyaler Anhänger unterbrochen, die ihre Fäuste zum Ruf „Für dich, Baschar, opfern wir Blut und Seele!“ in die Luft reckten. Zum Ende der Ansprache erscholl der Ruf „Gott, Syrien und Baschar genügen uns“, was Assad mit einem Lächeln aufnahm. Assad wird von den Rebellen militärisch immer weiter in die Enge getrieben, die einen Dialog mit dem Machthaber ablehnen und seinen Rückzug verlangen.

Die Aufständischen kontrollieren mittlerweile große Teile des Landes und sind bis an die Tore der Hauptstadt herangerückt. Zudem haben sich zahlreiche Diplomaten, Politiker sowie Militärs abgesetzt und die Schlagkraft seiner Streitkräfte empfindlich geschwächt. Assad will den Kampf offenbar bis zum Ende ausfechten: Einem russischen TV-Sender sagte er im November, in seiner Heimat leben und sterben zu wollen.

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Die Bevölkerung rief er in seiner Rede zur vollständigen Mobilisierung auf, um den Aufstand gegen ihn niederzuschlagen. Erneut bezeichnete er die Rebellen als Al-Kaida-Terroristen. „Das Leiden ist über das gesamte Land gekommen“, räumte der Präsident ein. Im syrischen Bürgerkrieg sind nach UN-Schätzungen rund 60.000 Menschen ums Leben gekommen. Ganze Landstriche sind zerstört, Hunderttausende Syrer sind vor der Gewalt ins Ausland geflohen. Der Krieg ist seit längerem auch ein Stellvertreterkonflikt: Die Aufständischen rekrutieren sich überwiegend aus der sunnitischen Bevölkerungsmehrheit. Assad gehört der den Schiiten verwandten Gruppe der Alawiten an. (rtr,dpa)


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