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Umfrage: Merkel beliebter als Steinbrück

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Peer Steinbrück Foto: dpa
Frauenbonus für die Kanzlerin? SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück führt die Popularität von Angela Merkel darauf zurück, dass sie eine durchsetzungsstarke Frau sei und bescheiden wirke. Steinbrücks Äußerungen zum Kanzlergehalt bleiben umstritten.
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Hamburg/Berlin

Die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) ist bei den Wahlbürgern beliebter als SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück. Laut einer am Sonntag veröffentlichten TNS-Umfrage im Auftrag des „Spiegels“ rückte Kraft zudem auf Platz drei der beliebtesten Spitzenpolitiker vor. Auf den ersten beiden Plätzen bleiben Bundespräsident Joachim Gauck und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

In der vierteljährlichen Umfrage steigerte Kraft ihre Beliebtheitswerte: 59 Prozent gaben an, dass sie künftig „eine wichtige Rolle“ spielen solle, vor einem Vierteljahr waren es lediglich 55 Prozent. Steinbrück hingegen stieß nur bei 54 Prozent der Befragten auf Zustimmung.

Gauck und Merkel erzielten beide wesentlich höhere Beliebtheitswerte: Das Staatsoberhaupt legte innerhalb von drei Monaten von 75 auf jetzt 79 Prozent zu, Merkel von 66 auf 71 Prozent. Einen deutlichen Sprung machte Grünen-Politiker Jürgen Trittin, dem diesmal 47 Prozent statt zuvor 39 Prozent der Befragten eine wichtige Rolle wünschten.

Beliebtheit nicht entscheidend

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Steinbrück führt die Popularität von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) darauf zurück, dass sie eine durchsetzungsstarke Frau ist und bescheiden wirkt. „Angela Merkel ist beliebt, weil sie einen Frauenbonus hat“, sagte Steinbrück der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Weibliche Wähler würden ihre Durchsetzungskraft in hohem Maße anerkennen. Die Kanzlerin habe sich „in einer Männerwelt durchgesetzt, wirkt sehr unprätentiös und tritt bescheiden auf“. Auch bei SPD-Wählern komme das gut an. „Das heißt aber nicht, dass ich als der Gottseibeiuns wahrgenommen werde“, fügte Steinbrück hinzu.

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„Das ist nicht mein Nachteil, sondern ihr Vorteil“, sagte der Kanzlerkandidat. Sein Verhalten will der Kanzlerkandidat nicht an den Vorteilen seiner Gegnerin im Bundestagswahlkampf ausrichten. Er werde nicht versuchen, sich grundsätzlich zu ändern oder in einem Kurs zu lernen, Beliebtheitspunkte zu sammeln. „Das würde ohnehin als Schauspielerei entlarvt“, sagte Steinbrück.

Wahlen würden nicht nach Beliebtheit entschieden. 2005 sei er als Ministerpräsident Nordrhein-Westfalens beliebter gewesen als sein damaliger Kontrahent Jürgen Rüttgers von der CDU und habe trotzdem die Landtagswahl verloren. (dapd,dpa)

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