28.09.2016
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US-Waffenlobby: Erschreckend schlichte Vorschläge

"Blut auf euren Händen": Eine Demonstrantin stört den Auftritt von Wayne LaPierre (im Hintergrund).

"Blut auf euren Händen": Eine Demonstrantin stört den Auftritt von Wayne LaPierre (im Hintergrund).

Foto:

dapd

Nach dem Amoklauf von Newtown, dem 20 Schulkinder im Alter von sechs und sieben Jahren zum Opfer fielen, haben die Waffenlobbyisten der National Rifle Association (NRA) eine Woche lang geschwiegen und sich erst am Freitag in der Öffentlichkeit zu Wort gemeldet. Sie können in dieser Woche aber nur wenig Zeit darauf verwendet haben, über das Problem nachzudenken. Denn die Vorschläge der NRA, wie Massaker dieser Art künftig vermieden können, sind von einer erschreckenden Schlichtheit.

Gegen böse Menschen mit Waffen helfen nur gute Menschen mit Waffen, sagte NRA-Chef Wayne LaPierre und forderte, bewaffnetes Wachpersonal zur Abschreckung von Amokläufern in allen Schulen der USA zu postieren. Dazu noch eine Datenbank, in der Menschen mit psychischen Problemen erfasst werden - und schon sei es getan.

Doch Aufrüstung kann keine sinnvolle Antwort auf Newtown sein. Datenbanken sind es auch nicht. Es braucht vielmehr neue Regeln in Amerika, die den Zugang zu Schusswaffen aller Art erschweren.

Die Waffenlobbyisten von der NRA werden dabei nicht hilfreich sein. Sie sind nicht interessiert an einer Lösung des Problems. Sie wollen nur den eigenen Fetisch pflegen.


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