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Vergewaltigungsopfer: Erzbistum spricht von Einzelfall

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Das Erzbistum Köln hat den Fall einer vergewaltigten Frau, die von einem katholischen Krankenhaus abgewiesen worden war, als Einzelfall bezeichnet. Foto: dapd
Die Cellitinnen haben in einer Stellungnahme die Abweisung eines Vergewaltigungsopfers in zwei ihrer Krankenhäuser als Missverständnis bezeichnet. Das Erzbistum Köln sprach von einem bedauerlichen Einzelfall.
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Köln

Erzbistum Köln und die Cellitinnen haben am Donnerstagmittag Stellung zu einem Bericht des Kölner Stadt-Anzeiger über die Abweisung eines Vergewaltigungsopfers in katholischen Krankenhäusern genommen. "Wir bedauern sehr, dass in der Öffentlichkeit der Eindruck entstanden ist, dass Opfer einer Vergewaltigung in katholischen Krankenhäusern nicht mehr behandelt werden dürfen", heißt es in einer Mitteilung, die das Erzbistum auch über seine Facebook-Seite verbreitet hat. Vielmehr könnten auch dort betroffene Frauen die notwenige Heilbehandlung bekommen.

Schwere Vorwürfe gegen Kölner Kliniken

Das Erzbistum forderte die Stiftung der Cellitinnen als Träger des Vinzenz-Hospitals und des Heilig-Geist-Krankenhauses auf, die Situation "vollständig aufzuklären und gegebenenfalls Maßnahmen zu ergreifen, um eine Wiederholung eines solchen sehr bedauerlichen Einzelfalls auszuschließen".

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Die Cellitinnen äußerten sich konkret zu dem Vorfall im Dezember 2012, der die Berichterstattung ins Rollen gebracht hat. In dem genannten Fall vom 15. Dezember 2012 sei es vermutlich zu einem Missverständnis zwischen der Notdienstleistenden Ärztin der GKV-Ambulanz und der Gynäkologischen Klinik des Krankenhauses gekommen, welches derzeit intern geprüft werde. Eine gemeinsame Aufarbeitung und Klärung des künftigen Verhaltens und Ablaufs sei im Sinne der medizinischen Kooperation sinnvoll und notwendig.

Die katholischen Krankenhäuser im Verbund der Hospitalvereinigung St. Marien GmbH würden alle medizinischen Hilfsmaßnahmen mit Ausnahme der Abgabe der Notfallkontrazeption anbieten. Dies beinhalte auch die Kooperation mit der Anonymen Spurensicherung, sollte sich die Patientin zu einem späteren Zeitpunkt zu einer Strafanzeige entschließen. (ksta)

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