26.07.2016
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Versammlung für "Charlie Hebdo" in Berlin: 18.000 Berliner gedenken der Opfer von Paris

Zu einer Schweigeversammlung "Je suis Charlie" teffen sich viele Menschen an der Französischen Botschaft nahe dem Brandenburger Tor auf dem Pariser Platz in Berlin zum Gedenken der Opfer des Anschlags.

Zu einer Schweigeversammlung "Je suis Charlie" teffen sich viele Menschen an der Französischen Botschaft nahe dem Brandenburger Tor auf dem Pariser Platz in Berlin zum Gedenken der Opfer des Anschlags.

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dpa

Berlin -

Die Zahl der Menschen, die in Berlin gemeinsam der Opfer der Terrorattacken in Paris gedachten, hat alle Erwartungen übertroffen. Rund 18.000 seien am Sonntag trotz des Sturms, sagte ein Sprecher der Polizei. Sie trafen sich am Sonntag auf dem Pariser Platz vor der Französischen Botschaft zu einer Mahnwache, um an den islamistischen Anschlag auf die Redaktion des religionskritischen Satiremagazins „Charlie Hebdo“ zu erinnern.

Zeitgleich gedachten Hunderttausende in Paris mit einem Trauermarsch der Opfer. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) war dort dabei.

In Berlin hielten viele Schilder hoch, auf denen „Je suis Charlie“ oder „Nous sommes tous Charlie“ - Wir alle sind Charlie - stand. Auch Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter und Berlins evangelischer Landesbischof Markus Dröge wollten an dem Gedenken teilnehmen.

Dröge hatte schon zuvor in seiner Predigt dazu aufgerufen, das „sogenannte christliche Abendland“ nicht gegen den Islam abzugrenzen. „Alle friedliebenden Menschen müssen heute gemeinsam gegen Radikalismus, Fundamentalismus und Terrorismus kämpfen, mit den geistigen Waffen einer freien Welt“, sagte er laut veröffentlichtem Redemanuskript. Die Veranstalter hatten mit etwa 6000 Teilnehmern gerechnet. (dpa)