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Weihnachtsbotschaft: Papst fordert Frieden in Nahost

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Papst Benedikt XVI. grüßt auf dem Petersplatz in Rom die Gläubigen. Foto: dapd
Papst Benedikt XVI. hat vor Zehntausenden Menschen auf dem Petersplatz in Rom den apostolischen Segen „Urbi et Orbi“ gespendet. In seiner anschließenden Ansprache mahnte er die Konfliktparteien in Nahost zu einer friedlichen Lösung.
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Rom

Papst Benedikt XVI. hat am ersten Weihnachtsfeiertag den apostolischen Segen „Urbi et Orbi“ - der Stadt und dem Erdkreis - gespendet.

Vor Zehntausenden Menschen auf dem Petersplatz in Rom und Millionen Fernsehzuschauern in aller Welt verlas er in 65 Sprachen Weihnachtsgrüße. Das Oberhaupt von weltweit 1,2 Milliarden Katholiken sprach von der Mittelloggia des Petersdomes zu den Gläubigen. Zehntausende hatten sich dazu bei wolkenverhangenem Himmel auf dem weiten Areal vor der Basilika versammelt.

Auf Deutsch sagte der Papst: „Die Geburt Jesu Christi, des Erlösers der Menschen, erfülle Euer Leben mit tiefer Freude und reicher Gnade; sein Friede möge in Euren Herzen wohnen. Gesegnete und frohe Weihnachten!“

Papst Benedikt XVI. hat in seiner Weihnachtsbotschaft zudem zu einer friedlichen Lösung der aktuellen Konflikte im Nahen Osten und in anderen Regionen der Welt aufgerufen. Konkret appellierte er auf dem Petersplatz an die Konfliktparteien in Syrien, das Blutvergießen zu beenden, Hilfsorganisationen Zugang zu Flüchtlingen zu gewähren und nach einer politischen Lösung zu suchen.

„Syrische Bevölkerung zutiefst verletzt“

Die syrische Bevölkerung sei zutiefst verletzt und gespalten „durch einen Konflikt, der nicht einmal die Wehrlosen verschont und unschuldige Opfer hinwegrafft“.

In seiner Ansprache äußerte der Papst auch die Hoffnung, dass Israelis und Palästinenser den Mut aufbringen, die Kämpfe zu beenden. Sie müssten mit Entschlossenheit die Verhandlungen für eine Beilegung des Konflikts wieder aufnehmen.

Besonderes Augenmerk richtete Benedikt in seiner Weihnachtsbotschaft auf die Lage in den arabischen Ländern Nordafrikas. Wenige Tage nach dem Verfassungsreferendum in Ägypten mahnte er zum gemeinsamen Aufbau von Gesellschaftsformen, „die auf Gerechtigkeit und der Achtung der Freiheit und Würde eines jeden Bürgers gegründet sind“.

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Angesichts der Instabilität in Mali äußerte der Papst nach dem UN-Beschluss zur Entsendung von Friedenstruppen die Hoffnung auf ein Ende des bewaffneten Konflikts in dem westafrikanischen Land. Überdies erinnerte er an die Opfer von Terroranschlägen islamistischer Gruppen, vor allem bei Angriffen auf Christen in Nordnigeria und in Kenia. Der Bevölkerung im Osten des Kongo, die vor der wieder aufgeflammten Gewalt zwischen dem Militär und Rebellengruppen flieht, wünschte der Papst Trost und Hilfe. (dpa, epd)

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