25.08.2016
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Zypern: Keine Panik vor Schuldenschnitt

Eine zyprische Ein-Euro-Münze

Eine zyprische Ein-Euro-Münze

Foto:

dapd

Der Internationale Währungsfonds fordert einen Schuldenerlass für Zypern. Einige Politiker sind gegen einen solchen Schritt. Doch ihre Argumente sind eher dürftig.

Andere Länder könnten anschließend auch einen Schuldenerlass fordern, heißt es zum Beispiel. Das kann schon sein. Doch resultiert aus einem Erlass für Zypern kein Automatismus und kein Anrecht anderer Länder. Ob es einen Schuldenschnitt gibt, entscheidet allein die EU.

Ein solcher Schritt könnte die Finanzmärkte in Panik stürzen, so ein anderer Einwand. Tatsächlich würden die Anleger Geld verlieren – allerdings nicht sehr viel. Die Gesamtschulden Zyperns summieren sich auf lediglich rund 16 Milliarden Euro, ein Teilerlass wäre also wohl verschmerzbar. Zudem würde er die Fähigkeit Zyperns zur Schuldenbedienung wiederherstellen: Die Gläubiger zahlen zwar. Aber sie erhalten im Gegenzug einen wieder solventen Schuldner, also eine relativ sichere Geldquelle.

Dass die EU mit einem Schuldenschnitt ihr Versprechen bricht, den Fall Griechenland nicht zu wiederholen, dürfte auch niemanden groß aufregen. Wirklich geglaubt hat das ohnehin keiner. Schließlich hatte die EU vor dem Griechenland-Erlass stets behauptet, es werde nie einen Erlass geben. Und er kam doch.

Zu einer massenhaften Flucht aus dem Euro oder einer Ansteckung anderer Länder dürfte es aber vor allem aus einem anderen Grund nicht kommen: Die Europäische Zentralbank hat mit ihrer Ankündigung, notfalls unbegrenzt Euro-Staatsanleihen zu kaufen, eine machtvolle Garantie ausgesprochen und damit ein haltbares Sicherheitsnetz gespannt.


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