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Anruf-Sammel-Taxi: Kein Bus fährt bis Gut Leidenhausen

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Das Naherholungsgebiet Gut Leidenhausen soll zukünftig von der Linie 161 angefahren werden, so der Vorschlag der Bezirksvertreter. Foto: Heeg
Das beliebte Naherholungsgebiet Gut Leidenhausen ist bisher nur per Fahrrad oder Auto erreichbar. Nun wurde die Einrichtung einer Anruf-Sammel-Taxi-Verbindung ab Mai 2013 beschlossen. Die Buslinie 161 wird nicht verlängert.  Von
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Das Naherholungsgebiet Gut Leidenhausen ist ein beliebtes Ausflugsziel – zu jeder Jahreszeit. Greifvogelschutzstation und das Haus des Waldes locken, aber viele genießen auch die ausgedehnten Wanderwege. Mit der Eröffnung des neuen Heideportals, die für den 1. Mai anvisiert wird, wird der Andrang weiter wachsen. Doch bislang können Besucher das ökologische Kleinod lediglich mit dem Auto oder mit dem Fahrrad erreichen. Eine direkte Busverbindung ist nach wie vor nicht geplant.

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Die Bezirksvertreter haben dieses Problem erkannt und forderten bereits mehrmals, dass Gut Leidenhausen eine direkte Busanbindung erhält. Die Stadtverwaltung sowie die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) lehnen dies jedoch ab. Auch die Anbindung an eine bestehende Buslinie wird vorerst nicht in Erwägung gezogen. Stattdessen soll ein sogenanntes Anruf-Sammel-Taxi (Ast) eingerichtet werden.

Ast-Verbindung ab Mai

Im Mai soll die Ast-Verbindung nach Gut Leidenhausen starten. Das Angebot gilt montags bis freitags in der Zeit von 6.30 Uhr bis 20.30 Uhr sowie samstags und sonntags ab 9.30 Uhr. Als Abfahrtstellen dienen die Bahnhaltestelle „Porz Markt“ und der Porzer Bahnhof. Damit besteht sowohl eine Verknüpfung zu den Buslinien und zur Straßenbahn als auch zum S-Bahn- und Regionalverkehr. „Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach – deshalb stimmen wir für eine Ast-Verbindung“, sagte Thomas Werner, CDU-Fraktionsvorsitzender, bei der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung. „Langfristig gesehen fordern wie jedoch eine reguläre Busverbindung.“

Haltestellen der Buslinie 161
Haltestellen der Buslinie 161
Foto: KStA-Grafik

Als Hauptgrund für die Ablehnung werden die derzeitigen Besucherzahlen von Gut Leidenhausen angeführt. Das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen geht in der Woche von rund 300 und am Wochenende von etwa 800 Besuchern pro Tag aus. „Vor diesem Hintergrund halten wir einen Regelbetrieb durch einen Linienbus für wirtschaftlich nicht darstellbar“, so die Stellungnahme von Franz-Josef Höing, dem Dezernatsleiter für Stadtentwicklung, Planen, Bauen und Verkehr.

Bezirksvertreter nicht zufrieden

Darüber hinaus wird noch ein weiterer Grund gegen eine reguläre Busverbindung angeführt. So sei die Einrichtung von Haltestellen sowohl auf dem Hirschgraben als auch auf dem Grengeler Mauspfad mit hohen Kosten verbunden. Zurzeit sind die Seitenbereiche beider Straßen unbefestigt und haben keinen Bordstein, so dass umfangreiche bauliche Maßnahmen vorgenommen werden müssten. Deshalb wird es bei der rund 1,2 Kilometer entfernt liegenden Bushaltestelle an der Heumarer Straße in Eil bleiben.

Das Anruf-Sammel-Taxi

Ast-Fahrten müssen telefonisch mit Angabe der gewünschten Abfahrthaltestelle bei der örtlichen Ast-Zentrale bestellt werden, die von den Verkehrsbetrieben organisiert wird.

Die Beförderung erfolgt bis zur Haustür, sofern diese im zuständigen Verkehrsverbund liegt.

Eine Fahrt kostet innerhalb der Gemeinde 3,70 Euro, bis in den Nachbarort beträgt der Preis 4,80 Euro. Fahrtunterbrechungen oder Umwege sind nicht möglich. (mhe)

Die Bezirksvertreter aus allen Fraktionen wollen sich damit aber nicht zufrieden geben. Mit einer neuen Buslinie würde zusätzlich eine Verbindung nach Rath/Heumar und zum Königsforst geschaffen. „Viele Bürger treten mit dieser Forderung immer wieder an uns heran“, erklärt Christian Joisten, SPD-Fraktionsvorsitzender in der Bezirksvertretung. Nun soll die Verwaltung prüfen, inwieweit die Buslinie 161, die derzeit zwischen Porz-Markt und dem Flughafen verkehrt, an Gut Leidenhausen angeschlossen und nach rath/Heumar weitergeführt werden kann.

Doch vorerst werden sich die Bürger mit der Ast-Verbindung begnügen müssen. Erst nach einer Probephase von rund zwei Jahren wird die Verwaltung den politischen Gremien einen Erfahrungsbericht vorlegen, um eventuell Anpassungen vorzunehmen.

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