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Bestattungsgärten: Letze Ruhe in naturnaher Umgebung

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Auf einer Fläche von fast 700 Quadratmetern befinden sich die Bestattungsgärten.  Foto: Nadine Carstens
In Porz-Eil sind Bestattungsgärten offiziell eingeweiht worden. Aufgeteilt sind die Gärten nach verschiedenen Themen. Die Gräber werden werden verstreut in die gewachsene Landschaft eingebettet. Es gibt sogar Platz für Särge.  Von
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Stiefmütterchen, Blumenbeete und Bänke – die neu angelegten Bestattungsgärten auf dem Friedhof an der Alfred-Nobel-Straße wirken wie ein idyllischer Park. Nachdem die Genossenschaft Kölner Friedhofsgärtner in Kooperation mit der Stadt bereits fünf dieser Ruhestätten in Köln, unter anderem auf dem Friedhof Melaten, hergerichtet haben, wurden nun die ersten Bestattungsgärten in Porz offiziell von der evangelischen Pfarrerin Ingrid Kibilken und dem katholischen Pfarrer Thomas Rhein eingeweiht.

Auf einer Fläche von fast 700 Quadratmetern befinden sich nun 181 möglichst naturbelassene Ruheplätze, die sich stark vom traditionellen Friedhofsbild unterscheiden. Aufgeteilt sind die Gärten nach verschiedenen Themen. So gibt es zum Beispiel einen schlicht gehaltenen Garten namens „Ruhehain“, wo die Verstorbenen ein namentlich gekennzeichnetes Urnengrab mit Liegestein erhalten sowie einen „Auengarten“, bei dem sich die Gräber scheinbar verstreut in die gewachsene Landschaft einbetten. Als Grabmal dienen hier Findlinge aus Naturstein oder kleine Basaltstelen. Die einzigen zehn Plätze für Särge liegen im Garten „Pfad der Erinnerung“, wo sich Rasenwege zwischen den Grabreihen ziehen. „Wir haben festgestellt, dass immer mehr Menschen Urnenbestattungen bevorzugen, deswegen haben wir uns diesem Wandel angepasst“, schildert Beate Reiz von der Genossenschaft Kölner Friedhofsgärtner. Konzipiert wurden die Gärten in Porz von Gartenlandschaftsbauer Thomas Schlimgen und seinem Sohn Matthias, die sich auch um die dauerhafte Pflege der Gräber kümmern. „Das Areal wird komplett gepflegt, auch in Bereichen, wo niemand bestattet wurde“, erläutert Beate Reiz. Der Bedarf nach solchen alternativen Ruhestätten ist offenbar groß. „Wir rechnen damit, dass die Plätze in zwei bis drei Jahren belegt sein werden“, sagt Lutz Pakendorf von der Genossenschaft Kölner Friedhofsgärtner. Er rät älteren Generationen zu einer rechtzeitigen Vorsorge, um zum Lebensende nichts dem Zufall zu überlassen und Angehörige zu entlasten. Personen können daher in einer langfristigen Grabpflegevereinbarung ihre Wünsche für die eigene Bestattung festlegen. Schon im Vorfeld haben sie zudem die Möglichkeit, einen Platz als eigene Ruhestätte zu reservieren.

Die Stadt hat die Fläche zur Verfügung gestellt. „Vorher war hier eine freie Weise“, sagt Schlimgen. „Als wir das Areal umgeplant haben, war es auch unser Anliegen, das Feld, auf dem die Sternenkinder begraben liegen, zu integrieren.“ „Sternenkinder“ werden Säuglinge genannt, die unmittelbar nach der Geburt verstarben. Für sie hatte das Krankenhaus Porz eine eigene Begräbnisstätte anlegen lassen.

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