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Darmkrebsvorsorge: „Vorsorge kann lebensrettend sein“

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Professor Anton Kroesen (sitzend) diskutiert mit seinem Leitenden Oberarzt Dr. Christoph Winkler am Ultraschallgerät. Foto: Roland Schriefer Roland Schriefe
Darmkrebs ist inzwischen die zweithäufigste Krebserkrankung nach Prostatakrebs bei Männern und Brustkrebs bei Frauen. Doch Vorsorge ist möglich. Ärzte laden jetzt zum ersten Forum zur Darmkrebs-Vorsorge ins Krankenhaus Porz ein.  Von
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„Darmkrebs ist sehr gut heilbar, wenn er früh genug erkannt wird“, sagt Professor Anton Kroesen, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Krankenhaus Porz. „Da kann Vorsorge lebensrettend sein.“ Deshalb bietet das Krankenhaus, das von der Deutschen Krebsgesellschaft als Kölner Magen-Darmzentrum zertifiziert ist, zum ersten Mal ein Vorsorge-Forum in seinem Veranstaltungsraum an.

Gerade bei Darmkrebs sei Vorsorge immer noch ein heikles Thema, weiß mit Kroesen auch sein Leitender Oberarzt Dr. Christoph Winkler, der Koordinator des Darmkrebszentrums ist. Viele Patienten schämten sich oder fürchteten die Darmspiegelung. „Dabei können wir im frühen Stadium bis zu 90 Prozent der Darmkrebserkrankungen heilen“, sagt Kroesen.

Zweithäufigste Krebserkrankung

Ziel der modernen Operationsmethoden sei schließlich, die Lebensqualität so weit wie möglich zu erhalten. Da würde zumeist auch vom großen Schnitt über den ganzen Bauch abgesehen zugunsten der sogenannten Knopflochchirurgie, die mit drei bis fünf kleinen Schnitten auskommt. Ein künstlicher Darmausgang würde auch nur noch in wenigen Fällen gelegt. „Man verlässt heute den Operationssaal nicht mehr als Krüppel“, betont der Chefarzt.

Andererseits sei Darmkrebs inzwischen die zweithäufigste Krebserkrankung nach Prostatakrebs beim Mann und Brustkrebs bei der Frau. Pro Jahr würden 50 000 Neuerkrankungen gezählt, wobei die Häufigkeit mit dem Alter zunehme. Die meisten gebe es entsprechend bei den 60- bis 80-Jährigen, ergänzt Kroesen. Gleichzeitig wachse der Tumor sehr langsam, sodass eine Darmspiegelung zur Vorsorge nur alle zehn Jahre vorgenommen werden müsse.

Risikofaktor Ernährung

Risikofaktor für die Erkrankung sei neben der Vererbung vor allem die Ernährung. „Wer viel rotes Fleisch und eine ballastarme Kost zu sich nimmt, erhöht die Gefahr“, sagt Spezialist Kroesen.

Im Krankenhaus am Urbacher Weg stehen nun am Samstag, 20. April, von 10 bis 13 Uhr eine Reihe von Vorträgen an. Da wird über „Knoten am After – nicht alles sind Hämorrhoiden“ ebenso referiert wie über Blut- und Stuhltests bis hin zu modernen Operationsmethoden und die Chemotherapie für den schlimmsten Fall. Anschließend stehen die Ärzte für Nachfragen im persönlichen Gespräch zur Verfügung.

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