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Engagement: Bürger kämpfen gegen Müllproblem

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Regelmäßig räumen die Mitglieder des Bürgervereins in den Grünanlagen um Rheinufer auf. Foto: Diethold
Bürgerverein und Mitarbeiter der Abfallwirtschaftsbetriebe stellen sich den Bürgerfragen. Die Anwohner wollen sich gemeinsam für sauberere Straßen und Grünanlagen einsetzen und herausfinden, wer für den Müll verantwortlich ist.  Von
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„Gegen den zunehmenden Müll zu kämpfen, lohnt sich immer“, sagte Sigrid Alt, die Vorsitzende des Bürgervereins Porz. Zahlreiche Besucher waren zur ersten Bürgersprechstunde ins Haus Knott gekommen. Ziel des Bürgervereins ist es, etwas gegen den Unrat in Straßen und Grünanlagen zu unternehmen. „Wir alle tragen dazu bei, dass es hier sauberer wird“, stellte Sigrid Alt fest. Unterstützung bekommt der Bürgerverein dabei von den Abfallwirtschaftsbetreiben der Stadt (AWB). Zu der Informationsveranstaltung waren Michael Haffner, der für Porz und Poll zuständige AWB-Gebietsleiter, und der AWB-Müll-Detektiv Ralf Lichte gekommen.

Haffner lobt das Engagement des Bürgervereins, der mittlerweile einmal wöchentlich die Grünflächen am Friedrich-Ebert-Ufer, der „Visitenkarte von Porz“, reinigt. Haffner wies aber auch auf seine dünne Personaldecke hin: „Für den ganzen Stadtbezirk 7 einschließlich Poll stehen mir 35 Mitarbeiter in allen Bereichen, also Kehrer, Fahrer und derzeit auch für den Wintereinsatz zur Verfügung“, sagte er. Das Personal sei bemüht, möglichst alle Bereiche sauber zu halten. Porz stehe aber noch vergleichsweise gut da. Andere Bezirke seien wesentlich schlimmer betroffen, sagte er und verwies auf fast schon regelmäßige Müllablagerungen in der Westhovener Aue. „Das ist ein Kampf gegen Windmühlen.

Müll wird zum Problem

Die Verursacher der Müllfunde seien meist nur schwer zu ermitteln, sagte Müll-Detektiv Lichte. Hier sei man sehr stark auch auf Beobachtungen und Hinweise der Bürger angewiesen. Manchmal fände man zwar im Müll auch Hinweise, wie etwa Schriftstücke, aber rechtlich sei es oft schwierig, die Tat zu beweisen, wenn sich keine Zeugen meldeten. Er warnte aber davor, die Täter einfach zu fotografieren, wie ein Zuhörer vorschlug: „Er gibt das Recht am eigenen Bild, damit machen Sie sich selber strafbar.“ Ermittelte Täter versuche der Detektiv dazu zu bewegen, ihren Müll wieder einzusammeln und ordnungsgemäß zu entsorgen. Über das Umweltamt gibt es dann eine Strafanzeige.

Den Zuhörern ging es aber eher um den „kleinen“, als um den „großen“ Müll. Gegen weggeworfene und zerschlagenen Flaschen, Dosen, Hundehaufen und den Müll, der nachts am Rheinufer entsorgt oder nach Grillfeiern liegen gelassen wird, sei man ohnehin machtlos. Das Problem sei aber mit zusätzlichen Mülleimern nicht zu beseitigen, so Haffner. „Mehr Eimer bedeuten nicht sauberere Straßen.“ Oft würden die öffentlichen Müllbehälter sogar illegal mit Hausmüll vollgestopft. Auch der Schmutz am Durchgang neben dem Hertie-Gebäude, über den sich viele Porzer ärgern, sei problematisch, sagte Haffner. Dieser Weg sei nicht in der städtischen Satzung für die Straßenreinigung aufgeführt und reine Anliegerstraße, für die die Anwohner zuständig seien. „Die wollen sich wahrscheinlich die Reinigungskosten sparen, die sie an uns zahlen müssten, wenn die AWB diesen Bereich übernehmen“, vermutete Haffner.

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