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Freizeitinsel Groov: Probleme mit Müll und Hunden

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Zündorfer Groov. (Archivbild) Foto: Nadine Carstens
Der Erhalt der Freizeitinsel Groov ist vielen Zündorfern wichtig. Aus diesem Grund setzten sich der Bezirksbürgermeister, die Polizei und die Abfallwirtschaftsbetriebe mit Bürgern zusammen.  Von
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Zündorf

Die Freizeitinsel Groov und ihr Erhalt liegt vielen Zündorfern am Herzen. Das zeigte auch die Resonanz eines Informationsabends, zu dem Bezirksbürgermeister Willi Stadoll eingeladen hatte. Rund 60 Besucher waren in den Saal der Gaststätte "Groov-Terrasse" gekommen, um mit Vertretern der Stadtverwaltung, der Polizei und der Abfallwirtschaftsbetriebe (AWB) über den Zustand des Naherholungsgebiets zu diskutieren.

Angeregt wurde die Veranstaltung von den Groov-Paten, einem Verein, der sich vor mehreren Jahren der Pflege der Groov verschrieben hat. Sie hatten eine Reihe von Problemen gesammelt, die sie und die Besucher der Freizeitinsel beschäftigen. Themen wie Sauberkeit, Sicherheit, nächtliche Feiern, freilaufende Hunde und rasende Radfahrer wurden zum Teil hitzig diskutiert.

Was das Thema Sauberkeit betraf, lobten sowohl die Vertreter der Stadt, als auch die Groov-Paten und Stadoll die gut funktionierende Zusammenarbeit mit der AWB, die laut dem für Porz zuständigen Gebietsleiter Michael Haffner einmal die Woche oder nach Bedarf Müll sammeln. "Im Sommer sind wir zweimal täglich vor Ort." Trotzdem wurden an dem Abend ein paar Ideen vorgetragen, die zu einem noch gepflegteren Erscheinungsbild beitragen sollen.

Krähen auf Futtersuche

So kam beispielsweise die Frage nach Spendern für Hundekot-Tüten auf. "Das größte Problem sind die Hinterlassenschaften, die überall herumliegen", beklagte etwa Gastwirt Jürgen Wolf. Wie Haffner erläuterte, werden die Spender nur an öffentlichem Straßenrand aufgestellt, wozu an der Groov nur der Leinpfad zählt. Das Problem: "Samt Installation kostet ein Papierkorb mit integriertem Tütenspender 2.500 Euro", sagte Haffner. "Die Kosten werden komplett von uns selbst finanziert." Ob solche Papierkörbe mit Tütenspendern aufgestellt werden, entscheide die Bezirksvertretung, erklärte Stadoll.

Für Unmut unter den Teilnehmern der Veranstaltung sorgte zudem ein weiteres Müllproblem: Oft liegen Essensreste nicht in, sondern neben den Mülleimern, weil Krähen hier auf Futtersuche waren, beklagte eine Besucherin. Das Problem ist der Stadt schon lange bekannt. "Deshalb haben wir auch vor ein paar Jahren grüne Gitterbehälter entwickelt, die nicht nur vandalismussicher sind, sondern auch krähensichere, verschließbare Deckel haben", erläuterte Ulrich Schroer, Betreuer der Pflegeabteilung des Grünflächenamts im rechtsrheinischen Bereich. Die Öffnung dieser Müllbehälter sei so klein, dass die Krähen nicht an die Überreste gelangten. "In ganz Köln tauschen wir die alten Mülleimer nach und nach aus", so Schroer. "In zwei bis drei Jahren haben wir wohl alle ersetzt."

Gegen das erhöhte Müllaufkommen insbesondere in den Sommermonaten machte Haffner einen weiteren Vorschlag. "Wir könnten große Eisencontainer wie an der Alfred-Schütte-Allee in Poll aufstellen", sagte Haffner. "Die haben ein Volumen von 1.100 Litern - die Frage ist, wie groß die Akzeptanz dafür ist und ob die Leute bereit sind, 20 bis 30 Meter zu laufen, um ihren Müll dort zu entsorgen." Auch dieser Vorschlag soll in der nächsten Sitzung der Bezirksvertreter besprochen werden, versprach Stadoll.

Sicherheit für Kinder

Neben der Sauberkeit beschäftigte die Anwesenden auch das Thema Sicherheit. "Auf dem gesamten Spielplatz liegen Scherben, Flaschen, Zigaretten und Essensreste verteilt", schilderte Andreas Bischoff, Vorsitzender der Groov-Paten. Denn abends sei dieser Platz oft Treffpunkt von Jugendlichen und Erwachsenen, die dort feiern. "Die AWB allein können das Problem nicht lösen", sagte Bischoff. "Es ist bereits ein Schild vorhanden, das darauf hinweist, dass an dieser Stelle weder geraucht, noch Alkohol getrunken werden darf." Er forderte daher, dass das Landschaftsschutzgesetz besser umgesetzt werde. Wie Gerhard Wallmeroth, Leiter der Polizeiinspektion Köln Süd-Ost, und Thomas Frenzke vom Ordnungsamt mitteilten, reichen ihre Kapazitäten nicht aus, um an dieser Stelle häufigere Kontrollen vorzunehmen. "Dieses Problem haben wir im Sommer am ganzen Rhein, daher müssen wir Prioritäten setzen", so Wallmeroth. "Wo Bedarf herrscht, lassen wir uns auch blicken", versicherte Frenzke. Auf die Frage, ab wann nicht mehr das Ordnungsamt, sondern die Polizei zuständig sei, antwortete Wallmeroth: "Die Polizei muss auf jeden Fall dann gerufen werden, wenn Gesundheit und Eigentum in Gefahr sind." Bischoff hofft nun, dass die Stadt einen Streetworker einsetzt. "Man sollte sich nicht als Sheriff aufspielen - hilfreicher wäre ein Streetworker". Ob diese Forderung umgesetzt wird, stehe erst fest, wenn die Haushaltsdiskussionen abgeschlossen sind, so Stadoll.

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