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Glasbläserweg: Nadelöhr wird entschärft

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Geparkte Fahrzeuge machen die Durchfahrt am Glasbläserweg schwierig. Große Fahrzeuge kommen oft gar nicht durch.  Foto: Jennifer Stötzel
Wegen eines einzigen Parkplatzes war der gesamte Glasbläserweg bislang für große Fahrzeuge der Müllabfuhr kaum passierbar. Das soll sich jetzt ändern: Die Bezirksvertreter erhörten die Anwohner, der Stellplatz verschwindet.  Von
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Die Mülltonnen bleiben ungeleert, die Feuerwehr kann nicht zügig zu den Wohnhäusern vordringen. Das sind Probleme, mit denen sich die Anwohner am Glasbläserweg auseinander setzen müssen. Wegen nur eines Parkplatzes am Anfang der Stichstraße, die zu den Häusern mit den Hausnummern 2 bis 46 führt, haben Fahrer von Lkw über 7,5 Tonnen erhebliche Probleme abzubiegen, ohne den Zaun eines Nachbars zu beschädigen.

Die SPD hat nun in der Bezirksvertretung einen Antrag gestellt, diese Parktasche zu entfernen – und wurde bereits erhört. Die Stadt wird kurzfristig einen Poller aufstellen, damit dort niemand mehr parken kann. Langfristig sollen dann ebenfalls die dunkelgrau gefärbten Steine im Boden entfernt werden, sodass die Parkmarkierung fehlt, wie Hartmut Sorich vom Amt für Straßen und Verkehrstechnik mitteilte.

Sechs Monate ohne Müllabfuhr

„Das ist eine gute Lösung für unsere Straße“, sagte Anwohnerin Petra Herrmann zufrieden, nachdem sie sich fast vier Jahre über diesen Zustand bei den Abfallwirtschaftsbetrieben (AWB) und der Feuerwehr beschwert hatte. Vor einem Jahr kamen sogar Feuerwehrleute mit ihrer Drehleiter, um zu prüfen, ob sie mit dem großen Gefährt in die Straße einbiegen können – was jedoch scheiterte. Es stellte sich später heraus, dass der Einsatz einer Drehleiter dort überhaupt nicht nötig ist. Für die Einfamilienhäuser reicht ein einfaches Löschfahrzeug.

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So liegt der Stadt auch keine offizielle Beschwerde der Feuerwehr vor, die möglicherweise für eine Änderung der Situation gesorgt hätte. Auch die AWB konnten sich nur indirekt beschweren. Sobald auf diesem Parkplatz nämlich das Auto nicht genau innerhalb der markierten Fläche parkt, kommen die großen Lkw kaum oder gar nicht mehr durch. Man könne lediglich beim Ordnungsamt angeben, dass aufgrund eines falsch geparkten Autos einige Mülltonnen nicht abgeholt werden konnten und dass dort vermehrt kontrolliert werden solle, hieß es.

„Das Schlimmste war, als wir sechs Wochen auf unserem gelben Müll sitzen geblieben sind“, berichtete Petra Herrmann. Drei Mal hintereinander wurden die Tonnen nicht geholt. „Mittlerweile rollen wir unsere Mülltonnen vorne an die Straßenecke, damit sie wenigstens dort geleert werden. Der Fahrer, der etwa die braune Tonne abholt, versucht schon gar nicht mehr, in unsere Straße hineinzufahren.“ Den Anwohnern ist klar, dass sie nicht „am Herzschlag von Porz“ wohnen, wie Petra Herrmann es ausdrückt. „Aber wir kommen uns im Stich gelassen vor“, so die Anwohnerin. „Wir haben schließlich alle hier ein Häuschen für viel Geld gekauft.“

Steine von Verkehrsinsel nehmen

Weil die gesamte Siedlung so eng geplant ist, kann ein Anwohner sogar nicht auf regulärem Weg in seine Garage fahren. Asefaw Asmerom musste die Nachbarn fragen, ob er über den Fußweg an ihren Haustüren vorbei zu seiner Garage fahren darf. Er fragt sich zudem, wie die Stadt solch eine Planung überhaupt zulassen kann.

„Der Poller ist ein guter Anfang, so entspannt sich zumindest die Situation mit den Mülltonnen“, sagte Petra Herrmann. Die Anwohner schlagen zusätzlich vor, die Laternen auf die andere Straßenseite zu setzen und die großen Steine von den Verkehrsinseln zu nehmen. „Das würde die Straße etwas verbreitern und die Ausweichmöglichkeiten vergrößern“, so die Anwohnerin. „Man kann sich ja mit vielem arrangieren, aber nicht, dass es für Rettungswagen und Feuerwehr schwierig ist, im Ernstfall schnell zu uns vorzudringen.“

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