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Grundschule Irisweg: Schwebend durch eine bunte Traumwelt

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An Seilen gesichert schwebten die Grundschüler bei ihrer Aufführung über die Bühne.  Foto: Stötzel
Bei einem Lufttheater haben die Teilnehmer der Flug-AG des Offenen Ganztags der Grundschule Irisweg ihre seit mehreren Monaten angeeigneten Fertigkeiten in Zündorf unter Beweis gestellt. Kostümiert zeigten sie akrobatische Kunststücke.  Von
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Zündorf

Das Gesicht weiß und schwarz geschminkt, hingen vier Schülerinnen der Grundschule Irisweg an einem stählernen Gerüst. Lediglich dicke schwarze Seile hielten sie, während sie durch die Luft schwangen. Bei der Aufführung „Iris“, passend zum Schulnamen, konnten die Besucher staunen, was die Erst- bis Viertklässler alles gelernt hatten.

Lufttheater nennt sich diese Art von Vorstellung. Mehr als 40 Schüler haben seit vergangenem September für die Inszenierung geprobt und konnten nun das Publikum verzaubern. Die kleinen Künstler entführten die Zuschauer in eine bunte Traumwelt, bei der die Hauptfigur Iris zahlreiche Abenteuer erlebt. Ob sie ihren Teddy vor bösen Piraten oder strengen Matrix-Männern mit schwarzen Sonnenbrillen verteidigen musste – Iris erlebte so einiges in ihrem Traum.

Die Aufführung entstammte der Flug-AG des Offenen Ganztags der Grundschule Irisweg, die für alle Kinder offen ist. So konzentrierten sich Schüler mit und ohne Förderbedarf auf die bevorstehende Inszenierung. „Das ist Inklusion live“, sagte Karin Czapczyk, Leiterin des Offenen Ganztags. „Je nach ihren Fähigkeiten engagieren sich alle Schüler gemeinsam für das Projekt. Ich war ganz gerührt als ich gesehen habe, wie viel jeder Einzelne für das Theater geleistet hat.“ Den Schülern wurde viel abverlangt bei der außergewöhnlichen AG, die zum zweiten Mal an der Grundschule angeboten wurde. Die Schüler wurden allerdings tatkräftig von Profis unterstützt. Und es wurde sehr darauf geachtet, dass den Kindern jederzeit bewusst war, welche Verantwortung sie für sich selbst, aber auch für andere haben. „Denn bei solchen Kunststücken kann auch schnell etwas passieren“, so Czapcyk.

Gegenseitig übergaben die Kinder sich die Sicherungsseile und klinkten sich in die Karabinerhaken ein, um nur Momente später von starken Helfern in die Luft gezogen zu werden. Nicht nur, dass sie in der Luft kostümiert akrobatische Kunststücke vollzogen. Gleichzeitig erzählten sie einfühlsam die Geschichte der Iris, die sich auf ihrem wundersamen Weg durch die Traumwelt befand. Zeitweise befanden sich bis zu zehn Kinder an den Haken in der Luft, schwangen von links nach rechts oder quer über das Publikum hinweg.

Sprachlos und doch voller Begeisterung hinterließen die Schüler ein beeindrucktes Publikum und waren selbst am meisten überrascht von ihrer Leistung. „Man fühlt sich dort oben in der Luft einfach ganz anders. So, als ob man Flügel hätte“, berichtete die zehnjährige Santina, die bereits im vergangenen Jahr bei der Aufführung mitgemacht hat. „Das Flugtheater ist etwas Besonderes, weil das nicht jeder macht“, pflichtete ihr ihre Freundin Kira bei. „Das Gefühl, wenn wir an den Seilen hängen, ist fast unbeschreiblich. Manchmal bin ich aufgeregt oder einfach nur glücklich, und manchmal hab ich Bauchkribbeln.“

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