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Grundschule vs. Bürgerzentrum: Streit um Boule-Bahn dauert an

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Auf einem Teil dieser Fläche am Bürgerzentrum Ahl Poller Schull soll die Boule-Bahn gebaut werden. Foto: Stötzel
Geld und Genehmigung für den Bau einer Boule-Bahn an der Ahl Poller Schull sind schon da. Nur der Vorstand des Bürgerzentrums und die Leitung der Grundschule finden keine Einigung. Jetzt wird auf den Ortstermin im März 2013 gewartet.  Von
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Das Streitobjekt ist gerade mal 25 Quadratmeter groß. Auf dem Hof der Ahl Poller Schull soll in dieser Größe eine Boule-Bahn entstehen. Das wünscht sich der Vorstand des Bürgerzentrums so und hat dafür auch schon Geld und Genehmigung. Doch das Gelände beansprucht die Gemeinschaftsgrundschule Poller Hauptstraße für sich, die hier ein Hochbeet anlegen möchte.

Der neue Vorstand des Bürgerzentrums arbeitet schon seit mehr als einem Jahr an dem Projekt. „Wir möchten aus diesem großen Gebäude ein Mehrgenerationenhaus machen“, sagt der neue Vorsitzende Ralf Horn. Deshalb sollen auch die Räume renoviert werden. „Zudem soll 2013 ein Jugendprojekt mit offener Teestube beginnen, wo sich Interessierte treffen und gemeinsam Zeit verbringen können.“ Die geplante Boule-Bahn sei ebenfalls ein Schritt in Richtung gemeinsame Aktivitäten mehrerer Generationen.

Früher Teil des Schulhofes

Der Bau der Boule-Bahn ist bereits von der Bezirksvertretung genehmigt. Auch die beantragten Gelder sind seit fast einem Jahr freigegeben. Aus dem Topf für bezirksorientierte Mittel wurden 500 Euro bereit gestellt. Trotzdem hat es Horn mit seinen engagierten Kollegen noch nicht geschafft, das Projekt umzusetzen. Das Problem ist: Die Fläche, die genutzt werden soll, ist von einem rund zwei Meter hohen Zaun umgeben, der ebenfalls das Grundstück der Hausmeisterwohnung der Gemeinschaftsgrundschule Poller Hauptstraße umgibt. Dennoch gehört die potenzielle Boule-Fläche weder zur Wohnung, noch ist sicher geklärt, ob das Grundstück rechtlich der GGS zugeschlagen wird. „Historisch gesehen gehört die Fläche zur Ahl Poller Schull, weil sie früher Teil des Schulhofes war“, so Horn.

Trotz alledem weigerte sich die Schulleitung bisher, dem Bau zuzustimmen. Auch der Einsatz von SPD-Ratsherr Frank Schneider hat nichts gebracht. „Jetzt will die GGS genau an dieser Stelle ein Hochbeet errichten“, sagt Horn verständnislos. „Ich weiß nicht, warum es dort hin soll. Auf der anderen Seite der Ahl Poller Schull haben die Schüler bereits ein Beet.“ Auch die Versuche des „Kölner Stadt-Anzeiger“, von der Schulleitung eine Stellungnahme zu erhalten, scheiterten.

Hoffnung auf den Ortstermin

Die Fläche, auf der das bereits vorhandene Beet existiert, gehört zum Grundstück des Bürgerzentrums. Der Bereich wurde dem Arbeitskreis Kölner Schulen (AKS) und der GGS zur Verfügung gestellt, damit dort ein Spielplatz für die Schüler entstehen konnte. Der AKS bietet in der Ahl Poller Schull eine Übermittagsbetreuung an. „Wir sind somit der GGS erheblich entgegen gekommen“, sagt Horn. „Deshalb verstehe ich nicht, warum die Schulleitung jetzt so kategorisch gegen die Boule-Bahn ist.“ An der geplanten Stelle sei die Boule-Bahn optimal, findet auch SPD-Bezirksvertreter Simon Bujanowski. „Falls es zu keiner Einigung kommen sollte, müssten wir eine neue Fläche finden, obwohl es dort einfach am besten ist. Es ist nah am Haus und den Eingängen sowie in unmittelbarer Nähe zu den Toiletten“, so Bujanowski. Besonders frustrierend ist für die Mitarbeiter des Bürgerzentrums, dass das Finanzielle bereits geklärt ist, und es nur noch an der Zustimmung der Schule hängt. „Die Bahn wird rund 4000 Euro kosten, je nachdem in welcher Ausführung wir sie bauen lassen“, so Horn. Zusätzlich zu den 500 Euro der Stadt bringt der Verein aus eigenen Mitteln dafür 3500 Euro auf.

Die nächste Hoffnung ist nun ein Ortstermin, der Mitte März mit allen Beteiligten, darunter auch Vertreter der Verwaltung und der Politik, stattfinden soll. „Ich glaube zwar nicht, dass eine Entscheidung während des Termins fällt, trotzdem bin ich davon überzeugt, dass er ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung sein wird“, so der Vorsitzende zuversichtlich. „Es ist unerlässlich, dass sich alle Beteiligten an einen Tisch setzen, über die Situation sprechen und sich vor allem die Gegebenheiten vor Ort anschauen. Dann wird hoffentlich auch den Anderen klar, dass wir nichts Schlimmes wollen, sondern nur das soziale Leben in Poll bereichern möchten.“

Das Bürgerzentrum

Die Ahl Poller Schull ist ein ehrenamtlich geführtes Bürgerzentrum. In den Räumen betreuen Mitarbeiter des Arbeitskreises an Kölner Schulen für Jugend, Freizeit und Bildung rund 160 Schüler der Gemeinschaftsgrundschule Poller Hauptstraße. Die Kinder erhalten dort ein Mittagessen und können an einer Hausaufgabenhilfe teilnehmen.

Nicht nur Vereine oder Unternehmen können die Räumlichkeiten des Bürgerzentrums nutzen, sondern auch Privatpersonen. Geburtstage oder Jubiläen können zu günstigen Preisen gefeiert werden.

Interessenten wenden sich für weitere Informationen an Albert Ackermann unter der Telefonnummer 02203/83 64 88 oder auf digitalem Weg per E-Mail (ahl-poller-schull@k-poll.de). (stö)

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