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Gut Leidenhausen: Wo Stadtkinder die Natur entdecken

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Waldtiere wie das Wildschwein waren als Präparat ausgestellt. Foto: Jennifer Stötzel
Die Kreisjägerschaft Köln hat Grundschulklassen zum 25. mal zu den Waldjugendspielen nach Gut Leidenhausen eingeladen. Stadtkinder haben hier die Chance Wald und Tiere aus der Nähe zu erleben.  Von
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Neugierig umringten die rund zwanzig Schüler der Katholischen Grundschule Berrenrather Straße die Tierpräparate auf Gut Leidenhausen. Bei den Waldjugendspielen, die dieses Jahr zum 25. Mal ausgetragen wurden, mussten an der ersten Station Tiergeräusche zugeordnet werden. "Das ist die Elster", rief ein Junge aufgeregt, als er den Vogellaut hörte - und zeigte auf die Elster, die auf dem Boden vor ihm und seinen Mitschülern drapiert war.

Vor Jahren hat die Kölner Jägerschaft die Organisation der Waldjugendspiele von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald übernommen. Seitdem haben die Jäger mehr als 5000 Schüler an das Leben im Wald herangeführt. "Wir hören oft von Kindern, dass sie glauben, die Kuh sei wirklich lila. Das ist kein Witz", sagte Robert Korff, der im Vorstand der Jägerschaft aktiv ist. "Wir sind als Jäger nun einmal viel draußen unterwegs und wir möchten unser Wissen an die nächsten Generationen weitergeben." Das sei vor allem in Städten sinnvoll, wo die wenigsten Kinder den Wald direkt vor der Nase hätten. "Es ist ebenfalls wichtig, dass wir das Bewusstsein für die Natur schärfen", so Korff nachdenklich. "Die Schüler denken gar nicht mehr darüber nach, wo das Fleisch, das sie im Supermarkt kaufen, herkommt und wie der Kreislauf des Lebens funktioniert."

Staunen über die vielen Tiere

Mit rund 25 freiwilligen Helfern stellte Korff den "Walderlebnistag", wie er ihn gern nennt, auf die Beine. An knapp zehn Stationen hatten die fast 150 Kölner Schüler die Möglichkeit, den Wald näher kennenzulernen. Ob Blätter ihren Bäumen zuordnen oder das Ökosystem Wald verstehen - jede Station stellte die kleinen Entdecker vor eine neue Herausforderung.

Die einen mehr, die anderen etwas weniger: "Ich bin oft im Wald unterwegs", erzählte der kleine Henry, der sich mit seinen Klassenkameraden von der KGS Berrenrather Straße bereits im Unterricht auf die Waldjugendspiele vorbereitet hatte. "Für die Kinder ist es eine tolle Gelegenheit, aus der Stadt heraus zu kommen und ihr Wissen zu testen", bestätigte auch Lehrerin Susanne Kroß.

Viele Schüler kamen auch aus sozialen Brennpunkten nach Gut Leidenhausen. Für sie war der Besuch der Anlage etwas ganz Besonderes. Mit großen Augen staunten sie über die vielen Tiere und die Weitläufigkeit des Geländes. "Es ist wichtig, dass die Schüler mitbekommen, wie der Wald funktioniert. So lernen sie auch, wie essenziell Fauna und Flora für unser eigenes Leben sind", sagte Frank Küchehoff, Schulleiter der Waldschule auf Gut Leidenhausen. "Gleichzeitig können sie sich austoben und draußen Spaß haben."

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