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Hilfsprojekt: Oldtimer-Rallye für guten Zweck

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Stephan Weber (links), Arne Henschel und Nico Wittig (vorne) haben ihr Rallye-Auto vor der Abreise startklar gemacht. Foto: Carstens
Drei ehemalige Schüler des Lessing-Gymnasiums nehmen an einer Oldtimer-Rallye rund um die Ostsee teil. Ziel der Aktion ist aber nicht nur Spaß und Abenteuer - die jungen Porzer sammeln auch Spenden für ein Hilfsprojekt in Afrika.  Von
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Zündorf

Zum nördlichsten Zipfel von Europa, der Mitternachtssonne entgegen, quer durch die Natur von Skandinavien: Auf einer Strecke von 7500 Kilometern durchqueren drei junge Porzer, Arne Henschel, Stephan Weber und Dennis Görtz, in 15 Tagen zehn Länder – und das in einem Audi 80, Baujahr 1991, abseits der Autobahn. Ohne Navigationsgerät. Dafür mit großer Abenteuerlust. Sie gehören zu den 75 Teams, die an der „Baltic Sea Circle Rallye“ teilnehmen – einem Roadtrip um die Ostsee, bei dem es nicht nur darum geht, andere Länder zu entdecken und Spaß zu haben, sondern auch Spenden für den guten Zweck zu sammeln.

Langfristige Unterstützung der Partnerschule

Schüler, Lehrer und Eltern sammelten 1994 in verschiedenen Aktionen rund 50 000 Mark für den Bau einer Partnerschule in Mali mit drei Klassen. Mittlerweile besteht die Schule aus sechs Klassen mit jeweils rund 40 Schülern.

Deren Abschlussergebnisse liegen weit über dem Durchschnitt des Landes. Um das Mali-Projekt langfristig zu unterstützen, wurde 2009 eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Lessing-Gymnasiums installiert.

Der Erlös aus der Stromeinspeisung ins Netz fließt über den Verein „Sonne für Mali“ der Partnerschule zu.

Die Mali-AG des Gymnasiums zählt derzeit rund 20 Schüler, die sich zu Gunsten des westafrikanischen Staates engagieren. (nc)

Denn eine der Teilnahmebedingungen ist, dass jedes Team mindestens 750 Euro für zwei wohltätige Projekte einnimmt. Als ehemalige Schüler des Zündorfer Lessing-Gymnasiums haben sich die Drei neben der Organisation „Deep Wave“, die sich für den Schutz der Weltmeere einsetzt, das Projekt „Sonne für Mali“ der Schule ausgesucht. „Wir haben uns dafür entschieden, weil wir damit groß geworden sind und es uns am Herzen liegt“, erzählt Weber vor der Abreise. Seit den 1990er Jahren unterstützt das Lessing-Gymnasium eine Partnerschule im Dorf Lougourougoumbou, dessen Bau durch Spendengelder – die Schüler, Lehrer und Eltern gesammelt hatten – finanziert wurde.

7500 Kilometer um die Ostsee

Die Mischung aus Abenteuer und Wohltätigkeit macht für die 26- bis 28-Jährigen den besonderen Reiz aus. „Wir alle sind reisebegeistert, aber nun wollten wir irgendetwas Verrücktes unternehmen. Schließlich stieß ich im Internet auf die Baltic Sea Circle Rallye“, so Henschel. Von dem Rennen, das von dem „Superlative Adventure Club“ organisiert wird, waren die Drei sofort begeistert. „Es hat einfach etwas von Abenteuer, mit einer alten Karre rund um die Ostsee zu fahren“, schwärmt Weber. Ein Rallye-Auto, das vor 1992 gebaut wurde, gehört nämlich zu den weiteren Voraussetzungen für die Teilnahme. „248 000 Kilometer hat unser Wagen bereits auf dem Buckel – wir hoffen, dass er die 7500 Kilometer um die Ostsee auch noch schafft“, sagt Henschel. Losgefahren sind die drei Abenteuerlustigen bereits vergangene Woche. Start war in Hamburg. Bevor sie sich auf den Weg nach Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland, Russland und das Baltikum zum Zielland Polen machten, erhielten sie von den Veranstaltern ein sogenanntes Roadbook mit Weginformationen und Aufgaben. Das Team, das diese Aufgabe schließlich am besten löst und die meisten Punkte sammelt, gewinnt.

Die Mindestsumme von 750 Euro hatten Weber, Henschel und Görtz schnell erreicht. „Mittlerweile sind mehr als 1100 Euro an Spenden eingegangen“, bestätigt Weber, dessen Bruder Daniel alleine 300 Euro beigesteuert hat. Beim Spendensammeln half zudem das vierte Team-Mitglied, Nico Wittig, der aber nicht an der Rallye teilnimmt. „380 Euro gehen an die Organisation „Deep Wave“, der Rest ist für Mali“, so Henschel. Lehrer Klaus Harnacke, der das Projekt mit seinem Kollegen Jürgen Piepenbrock leitet, freut es: „Ich bin begeistert, dass ehemalige Schüler, die schon vor Jahren bei uns das Abitur gemacht haben, sich immer noch so sehr für unser Mali-Projekt einsetzen.“ Weitere Informationen gibt es auf der Webseite des Teams.

www.team-soa.de

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