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Kupfergasse: Ein neuer Zaun für die alte Schule

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Ratsmitglied Henk van Benthem hat sich ohne Beteiligung der Bezirksvertretung für den Bau eines Zaunes in der Kupfergasse eingesetzt. Foto: Michael Heeg
Die Verwaltung hat die Errichtung eines Zaunes rund um den Pausenhof des Gebäudes an der Kupfergasse beschlossen. Das Gelände wurde in der Vergangenheit häufig von Drogenabhängigen und Kleinkriminellen genutzt.  Von
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Urbach

Für Drogenabhängige und Kleinkriminelle ist der Bereich rund um die alte Schule in der Kupfergasse schon seit Jahren ein gern genutzter Rückzugsraum. Leere Bierflaschen und auch gebrauchte Spritzen waren immer wieder auf dem Schulgelände zu finden. Dies soll nun endgültig verhindert werden. Eine komplette Zauneinfassung des Areals wurde von der Verwaltung beschlossen. Doch nun streiten sich die Porzer Parteien darüber, wer den Bau des Zaunes letztendlich für sich als Erfolg verbuchen darf.

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Nachdem die Nutzung des alten Schulgebäudes vorübergehend aufgegeben wurde, verschlimmerte sich die Problematik immer weiter. Drogenabhängige und Kleinkriminelle trafen sich häufig auf dem Gelände, weil hier fast keine Kontrollen stattfinden und Fluchtmöglichkeiten in verschiedene Richtungen möglich sind. Da mittlerweile die Schüler der Katholischen Grundschule (KGS) Kupfergasse das Gebäude wieder nutzen, ist die Sicherheit der Kinder durch die Hinterlassenschaften des Alkohol- und Drogenkonsums gefährdet. „Die Schulleitung hat die Politik dazu aufgefordert, dass gegen dieses Problem etwas unternommen wird“, erzählt Christian Joisten, SPD-Fraktionsvorsitzender in der Bezirksvertretung.

Einzäunung fünf Jahre lange gefordert

Mehr als fünf Jahre liegt die Forderung von Schulleiterin Maria Mückulle zurück. Erst in diesem Jahr wird mit dem Bau der Einzäunung begonnen. „Es wird ein solider und nur schwer zu überwindender Zaun sein, der das gesamte Schulgelände umfasst“, sagt Henk van Benthem, stellvertretender Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Urbach, Elsdorf, Grengel. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf rund 30 000 Euro. Ende dieses Jahres soll der Zaun dann stehen.

Alle Parteien zeigen sich zufrieden, dass nach so langer Zeit endlich gehandelt wird. „Die Sicherheit der Kinder muss einfach gewährleistet sein“, so Joisten. Christdemokrat van Benthem denkt außerdem an die Anwohner: „Sowohl die massive Ruhestörung als auch die Vermüllung der Umgebung ist eine Einschränkung der Lebensqualität und muss verhindert werden.“

Probleme auf dem Schulgelände

Dennoch gibt es zwischen den Parteien Streit darüber, wer denn überhaupt für den Bau des Zaunes verantwortlich ist. In der vergangenen Sitzung der Bezirksvertretung, hatte die SPD-Fraktion einen entsprechenden Antrag gestellt. Die CDU merkte jedoch an, dass dieser Antrag völlig sinnlos sei. „Unser Ratsmitglied Henk van Benthem hat sich dem Problem bereits erfolgreich gewidmet, daher muss über dieses Projekt nicht mehr abgestimmt werden“, erklärte CDU-Fraktionsvorsitzender Thomas Werner.

In der Tat hatte sich Ratsmitglied van Benthem bereits im vergangenen Jahr um das Problem gekümmert. Damals hatte er die Gebäudewirtschaft, das Schulamt, die Polizei und die Feuerwehr vor Ort getroffen, um die bestehende Problematik auf dem Schulgelände zu erörtern. „Gegen diese unmöglichen Zustände musste einfach etwas unternommen werden“, sagt van Benthem. Wie sich herausstellte mit Erfolg: Einige Zeit nach dem Ortstermin bestätigte die Verwaltung, dass der Zaun gebaut wird.

Zum Ärger der CDU-Fraktion stellten die Sozialdemokraten dennoch einen Antrag in der Bezirksvertretung und hielten sich damit an die politische Korrektheit. „Die Verwaltung hat uns mitgeteilt, dass es nicht schaden kann, wenn wir zusätzlich auch noch einen Antrag stellen“, so die Begründung von Joisten. Auch die Grünen stimmten bei der Sitzung für den Beschluss. „Wir sehen den Antrag mehr als eine Art Bekräftigung für das Vorhaben, um der ganzen Sache etwas Nachdruck zu verleihen“, sagt Fraktionsvorsitzender Dieter Redlin. Die CDU hingegen enthielt sich ihrer Stimmen.

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