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KVB-Verlängerung: Linie 7 kommt nur langsam voran

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Bis zur Ranzeler Straße soll die Linie 7 verlängert werden. Foto: Nadine Carstens
Die Parteien im Rat können sich nicht auf Verlängerung der Stadtbahn Linie 7 bis zur Ranzeler Straße einigen. Es soll allerdings ein Planfeststellungsverfahren geben, bei dem die Bürger umfassend beteiligt werden.  Von
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Zündorf

Bislang war es der Wunsch aller Parteien, dass die Verlängerung der Stadtbahnlinie 7 bis zur Ranzeler Straße gebaut wird. Die Porzer SPD wirft nun allerdings der CDU vor, im Rat dagegen gestimmt zu haben. „Wir haben das getan, weil wir mit der SPD eine Vereinbarung getroffen hatten, den Haushalt um 6,35 Millionen Euro und mittelfristig um dreimal 1,2 Millionen für Straßenreparaturen, Spielplätze, Radwege, Signalanlagen und auch für die Verbesserung der Infrastruktur durch zum Beispiel die Verlängerung der Stadtbahnlinie 7 aufzustocken.

Dafür wollten wir auf die Teilinbetriebnahme der Nord-Süd-Bahn verzichten, die aus unserer Sicht nur geringen Verkehrswert hat“, sagte Karsten Möring, Verkehrspolitischer Sprecher der CDU im Rat.

Das sei aber nicht durchsetzbar gewesen. „Deshalb haben wir dagegen gestimmt.“ Möring gibt auch zu bedenken, dass ohne die Grundstücksfrage geklärt zu haben, sowieso nicht gebaut werden könne. „Wir hätten nur eine Absichtserklärung abgegeben, dass die Stadt eine Vorfinanzierung leisten würde“, sagte er.

Planungsbeginn 2015

Die Endhaltestelle der Stadtbahnlinie 7 in Zündorf. Über den Acker im Vordergrund soll es irgendwann einmal weitergehen.
Die Endhaltestelle der Stadtbahnlinie 7 in Zündorf. Über den Acker im Vordergrund soll es irgendwann einmal weitergehen.
Foto: Roland Schriefer

Die SPD ist da anderer Ansicht. Zwar seien keine Haushaltsmittel zur Verfügung gestellt worden, „aber es wurde immerhin mehrheitlich beschlossen, die Verwaltung zu beauftragen, in Abstimmung mit der KVB alle notwendigen Schritte zur Verlängerung der Linie 7 bis zur Ranzeler Straße einzuleiten“, sagte Ratsmitglied Lutz Tempel. Das Planfeststellungsverfahren, das jetzt durchgeführt werden muss, sei ein notwendiger Schritt, um endlich voran zu kommen, sagte Christian Joisten, Fraktionsvorsitzender der SPD in der Bezirksvertretung. Er gehe davon aus, dass 2015 mit der Planung begonnen werden könne.

„Das ist nun wahrlich nichts Neues“, hält Möring dagegen. „Für uns ergibt die Verlängerung auch nur in einem Paket mit dem weiteren Ausbau des Wohngebietes Zündorf-Süd wirklich einen Sinn“, sagte er. Das würde aber auch den Bau weiterer Erschließungsstraßen für das Wohngebiet bedeuten, „und dann muss auch die Umgehungsstraße Zündorf wieder diskutiert werden.“

Bevölkerung muss beteiligt werden

Das nun beschlossene Planfeststellungsverfahren bedeutet zunächst nur, dass die Verwaltung beauftragt worden ist, die Planung mit der KVB zu beraten. Die Ergebnisse dieser Beratungen müssen danach rechtzeitig der Allgemeinheit bekanntgegeben werden. Denn in einem Planfeststellungsverfahren muss die Bevölkerung umfassend beteiligt werden. Die Pläne müssen öffentlich ausgelegt werden, damit jeder Betroffene Einwendungen einreichen kann.

Im Fall der Linie 7 ist nach wie vor der Erwerb der für die Trasse benötigten Grundstücke der entscheidende Punkt. Aber die Eigentümer der größten Fläche, die Landwirte Hans und Ludwig Broicher, haben sich bislang nicht mit der Stadt auf einen Verkauf einigen können. „Das Planfeststellungsverfahren eröffnet uns auch die Möglichkeit, das Grundstück zu enteignen“, sagte Joisten.

Bis 1964 gab es eine Bahn

Geplante Verlängerung der Stadtbahn Linie 7
Geplante Verlängerung der Stadtbahn Linie 7
Foto: KStA-Grafik

Das sieht Möring anders. Eine Enteignung sei eine sehr hohe Hürde, sagt er. „Ich glaube nicht, dass die Stadt das in diesem Fall erreichen kann.“ Zu einem Enteignungsverfahren müsse es ja gar nicht kommen, sagte Joisten. Es reiche möglicherweise schon, den Landwirten zu signalisieren, dass sie eventuell mit einer Enteignung zu rechnen haben.

Fraglich war in der Vergangenheit auch, ob die KVB die Verlängerung überhaupt möchte. „Das hat sich geändert, die Zahlen sprechen jetzt dafür“, sagte Joisten. Denn die jüngste Wirtschaftlichkeitsprüfung sei positiv. Außerdem werde sich das derzeitige Fahrgastaufkommen erhöhen, wenn Zündorf-Süd weiter bebaut wird. Ob die KVB allein die Verlängerung finanziert, oder wie bei der Linie 5 auf eine Beteiligung von Unternehmen setzt, ist noch nicht geklärt. „Es gibt einige Unternehmer, die in das Wohngebiet Zündorf-Süd investieren wollen und uns signalisiert haben, dass sie sich an der Finanzierung der Verlängerung der Linie 7 beteiligen werden“, sagte Joisten.

Früher gab es schon einmal eine Stadtbahn, die Linie P. Die fuhr sogar bis Mondorf und verkehrte bis 1964.

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