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Musikprojekt: Orgel trifft brasilianische Trommeln

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Konzert in der Markuskirche mit Organistin Doris Röskenbleck und Schlagzeuger Alfonso Garrido. Foto: Nadine Carstens
Über ein ungewöhnliches Musikprojekt konnten sich die Besucher der Markuskirche in Eil freuen. Organistin Doris Röskenbleck und Schlagzeuger und Percussionist Alfonso Garrido kombinierten klassische Musik mit brasilianischen Rhythmen.  Von
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Eil

Orgelmusik im Zusammenspiel mit brasilianischen Percussion-Instrumenten - das klingt nach einem kühnen musikalischen Experiment. Dass die Kombination jedoch durchaus stimmig klingen kann, erlebten die Besucher des Konzertes "Zauberhafte Impressionen, tanzende Pfeifen" in der Markuskirche. Dort gastierten Organistin Doris Röskenbleck und Schlagzeuger Alfonso Garrido.

Die Beiden haben sich vor rund drei Jahren an der Kölner Musikhochschule kennengelernt. Die Idee, klassische Orgelmusik mit exotischen Percussion-Instrumenten zusammenzuführen, reizte die Kirchenmusikerin und den Dozenten für Percussion, Rhythmik und Bandcoaching. Daher begannen sie, Stücke wie etwa Bachs "Passacaglia" gemeinsam zu arrangieren. In der Markuskirche mussten sie sich dabei einer weiteren Herausforderung stellen: "Wir müssen gut aufpassen, dass die Klänge von oben und von unten zur richtigen Zeit in der Mitte beim Publikum ankommen", so Doris Röskenbleck. Denn während sie von der Empore aus auf der Orgel spielte, wechselte Garrido zwischendurch die Positionen und musizierte mit Trommeln und Rasseln auch auf dem Altar. "Die Klänge von unten höre ich daher erst etwas später", erläuterte die Organistin. Ein harmonisches Zusammenspiel gelang den Musikern dennoch in den meisten Fällen. Außer bei manchen Improvisationen, bei denen ohnehin keine wohlklingenden, sondern vielmehr verzerrte, durchdringende Melodien auf der Orgel überwogen. Die trafen auf glitzernde Klänge eines Windspiels und das Rauschen einer Oceandrum, eine mit tausenden kleinen Stahlkugeln gefüllte Rahmentrommel.

Wunderbare Kombination

Begeistert waren die Zuhörer insbesondere von den letzten beiden Liedern des Konzerts - von dem Jazzstück "Blue Rondo à la Turk" von Dave Brubeck und vom brasilianischen Lied "Asa Branca" (auf Deutsch: Weißer Flügel) von Luiz Gonzaga. Letzteres handele von der Trockenheit im Nordosten Brasiliens, schilderte Garrido, dessen Eltern aus Chile stammen. "Das Lied beschreibt, wie schwierig es ist, in der Zeit dort Vieh zu halten. Aber irgendwann legt sich ein weißer Flügel über das Land, und dann ist alles wieder gut." Den Text zu diesem überaus harmonischen, traditionellen Stück sang Garrido selbst, während er außerdem auf einem Berimbau spielte - ein in Brasilien oft genutzter Musikbogen, bei dem ein Draht an den Enden eines Holzstocks gespannt ist und ein ausgehöhlter Kürbis als Resonanzkörper dient. Gerade bei diesem Stück wurde deutlich, dass sich ungewöhnliche Kollaborationen wie diese lohnen können. Denn die helle, zurückhaltende Orgelmelodie, mit der Röskenbleck Alfonso Garrido begleitete, passte wunderbar zu diesem südamerikanischen Musikstil.

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