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Nach 30 Jahren: Bauruine wird endlich ersetzt

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Warten auf die Warten auf die Baugenehmigung: Demnächst soll an der Ecke Bergerstraße, Pfaffenpfädchen weitergearbeitet werden.Baugenehmigung: Demnächst soll an der Ecke Bergerstraße, Pfaffenpfädchen weitergearbeitet werden. Foto: Roland Schriefer
Eine Bauruine ist den Eilern schon lange ein Dorn im Auge. Genauer gesagt: seit 30 Jahren. Das soll sich nun ändern. Die Grundstückverwaltungsgesellschaft von Wolfgang Overath baut dort ein Haus mit 26 öffentlich geförderten Wohnungen.  Von
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Eil

Eine Bauruine, die rund 30 Jahre lang das Ortsbild von Eil verschandelt hat, ist endlich abgebrochen worden. An ihrer Stelle an der Bergerstraße, Ecke Pfaffenpfädchen soll ein Mehrfamilienhaus mit 26 öffentlich geförderten Wohnungen entstehen.

Bauherr ist die Wolfgang Overath Grundstücksverwaltungsgesellschaft, die der ehemalige Fußball-Nationalspieler vor einiger Zeit gemeinsam mit seinen drei Kindern Marco, Sascha und Silvana gegründet hat. Der Weltmeister von 1974 lebt in Siegburg und ist dort auch als Wohltäter in Erscheinung getreten. Unter anderem lädt er seit rund 20 Jahren in der Weihnachtszeit Obdachlose zu einem Festmahl ein. Die Baugrube für sein jüngstes Projekt ist bereits zum großen Teil ausgehoben worden. Aber die Arbeiten stockten in letzter Zeit, weil - wie Overath bestätigte - Anfang des Jahres der ausführende Architekt verstorben war. Dadurch sei die Erteilung der Baugenehmigung leider verzögert worden, sagt der ehemalige Präsident des 1. FC Köln. "Um weiter zu machen, brauchen wir aber die endgültige Baugenehmigung, die uns das Bauaufsichtsamt für kommende Woche versprochen hat."

Gebäude zu integrieren, war nicht möglich

Das Grundstück an der Bergerstraße hatte Overath bereits vor eineinhalb Jahren erworben und zügig die Aufbauten abreißen lassen. "Leider wurden dabei auch zwei alte Eiler Häuser abgerissen", bedauert Walter Grau, ehemaliges CDU-Mitglied im Stadtrat. Gemeint sind das Haus von Friseur Jean Besgen und das daneben liegende, in dem Katharina Strack, geborenen Besgen, ein Geschäft für Textilwaren betrieben hatte. Beide Häuser hätten für ihn das alte Ortsbild von Eil repräsentiert, sagt Grau, der es schade findet, dass sie nicht erhalten blieben.

Baugrube an der Bergerstraße Ecke Pfaffenpfädchen Foto: Roland Schriefer

Es sei durchaus überlegt worden, ob es möglich war, die beiden alten Gebäude an der Bergerstraße in den Neubau zu integrieren, sagt Overath. Aber das habe der Architekt ausgeschlossen. "Wir hätten das nur mit zwei unterschiedlichen Bauvorhaben realisieren können."

Bezahlbarer Wohnraum für Eil

Albert Besgen, der Sohn des erfolgreichen Friseurs Jean Besgen, der viele Pokale gewonnen hatte und auch Mannschaftsweltmeister seiner Zunft geworden war, gibt der Entscheidung Overaths Recht. "Die in der Zeit meiner Großeltern errichteten Häuser waren zuletzt in einem erbärmlichen Zustand. Es hätte sich wirklich nicht gelohnt, sie zu erhalten", sagt Albert Besgen. Er hatte in den 60er Jahren einen eigenen Salon in der Neusser Straße eröffnet und wurde wie sein Vater Team-Weltmeister.

Die Overath Grundstücksverwaltung plant in der Bergerstraße Wohnungen für Mieter, die einen Wohnberechtigungsschein haben. Der derzeitige Mangel an bezahlbarem Wohnraum sei schon sehr groß, sagt Wolfgang Overath. Das sei verständlich, weil ein Investor lieber hochwertig baue, um eine größere Rendite zu erzielen. "Wir möchten in Eil dagegen Wohnraum schaffen, der bezahlbar ist."

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