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Neubaugebiet Eltzhof: Die Meinung der Bürger ist gefragt

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Bürger, Politiker und Vertreter der Verwaltung diskutierten über diverse Themen rund um die Burgallee in Wahn. Foto: Heeg
Die Stadtverwaltung probiert beim Neubaugebiet „Wohnen am Eltzhof“ eine neue Form der Bürgerbeteiligung aus. Auf einem sogenannten Informations-Workshop konnten rund 60 Anwesende ihre eigenen Vorschläge einbringen.  Von
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Wahn

Seit Monaten sorgt das Gebiet rund um das Wahner Schloss für Gesprächsstoff in der Bevölkerung und bei den Bezirksvertretern. Die Ausgestaltung eines Spielplatzes sowie die Verkehrsführung der Burgallee sind dabei die Hauptthemen. Mit einer modernen Variante einer Bürgerbeteiligung wollte die Verwaltung nun die Anwohner informieren.

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Bei dem sogenannten Informations-Workshop im Eltzhof konnten die rund 60 Anwesenden auch ihre eigenen Vorschläge einbringen. Zunächst erläuterte die Verwaltung ihre Sicht der jeweiligen Themen rund um das Neubaugebiet „Wohnen am Eltzhof“. Klaus Harzendorf, Leiter des Amtes für Straßen und Verkehrstechnik, Elke Müssigmann vom Stadtplanungsamt und Petra Heinemann vom Amt für Kinderinteressen hatten dazu jeweils 15 Minuten Zeit. Anschließend durften auch die Fraktionsvorsitzenden der Bezirksvertretung kurz ihre Meinung darstellen.

Denkmalgeschützte Bäume erhalten

Oberstes Ziel der Verwaltung ist der Schutz der denkmalgeschützten Bäume in der Burgallee. Immer wieder werden Fahrzeuge unrechtmäßig abgestellt. Beim Einparken werden auch immer mal wieder Stamm oder Wurzeln beschädigt. „Der einzigartige Allee-Charakter dieser Straße muss erhalten bleiben“, sagte Klaus Harzendorf. Daher soll der Abschnitt der Burgallee hinter dem Eltzhof für den Autoverkehr gesperrt werden. Lediglich Radfahrer und Fußgänger können dann die Straße nutzen.

Ein weiterer Diskussionspunkt ist die Parkplatz-Problematik. In diesem Jahr soll an der Burgallee mit dem Bau von 250 weiteren Wohnungen begonnen werden, so dass der Parkdruck weiter zunehmen wird. Bereits jetzt sind Abstellplätze rar, da vor allem Nutzer des S-Bahnhofs ihre Fahrzeuge an der Burgallee abstellen. „Für die vielen Pendler will die Verwaltung einen Park-and-Ride-Platz errichten“, erklärte Elke Müssigmann.

Neuer Spielplatz für die Burgallee

Ebenfalls in diesem Jahr soll ein neuer Spielplatz an der Burgallee entstehen. Als Standort ist das kleine Wäldchen an der Ecke Burgallee und Burggraben vorgesehen. „Der Spielplatz soll Angebote für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren bieten“, so Petra Heinemann. Dazu sind unter anderem eine Seilbahn, eine Wippe und eine Tischtennisplatte geplant. Die Kosten belaufen sich auf rund 50 000 Euro. Nachdem die Vertreter der Verwaltung ihre ausgearbeiteten Vorschläge präsentiert hatten, gab es nun die Möglichkeit zum Austausch. In diversen kleinen Diskussionsrunden konnten die Anwohner ihre Wünsche und Vorstellungen äußern. Nach rund einer Stunde wurden die Ergebnisse der Einzeldiskussionen dann präsentiert. „Das Konzept bietet uns eine tolle Möglichkeit, um intensiv mit der Verwaltung zu diskutieren“, bewertet Anwohner Andreas Reichel den Informations-Workshop.

Die Bürger waren sich einig, dass der Parkdruck rund um die Burgallee gemindert werden muss. „Wir fordern daher, dass bereits jetzt provisorische Parkplätze eingerichtet werden“, sagte Anwohner Thomas Greiber. Zudem solle darüber nachgedacht werden, ob mit dem Bau der neuen Wohnungen nicht gleich eine Tiefgarage gebaut werden könne.

Baubeginn in diesem Jahr

Bei der Einrichtung des neuen Spielplatzes waren sich Verwaltung und Anwohner in fast allen Punkten einig. Lediglich die Sorge, dass ein neuer sozialer Brennpunkt entstehen könnte, wurde geäußert. „In enger Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt und einigen Streetworkern werden wir versuchen, das zu unterbinden“, versprach Heinemann. Nun hoffen alle Beteiligten, dass der Bau noch in diesem Jahr beginnen kann. Die größte Diskussionsrunde gab es beim Thema Verkehrsführung an der Burgallee. Viele Anwohner halten eine komplette Sperrung für unsinnig. Sie fordern, durch technische Hilfsmittel den Verkehrsfluss zu beruhigen. Dazu zählen unter anderem auch Halteverbotsschilder, so dass die Burgallee nicht mehr als Parkfläche missbraucht wird.

Die gesammelten Ergebnisse werden in der Sitzung der Porzer Bezirksvertretung präsentiert, die am heutigen Dienstag um 17 Uhr im Matthias-Chlasta Saal des Bezirksrathauses stattfindet. Die Frage, wie es mit dem Gebiet rund um das Wahner Schloss weitergehen soll, stand ohnehin auf der Tagesordnung. Ob die Vorschläge der Bevölkerung berücksichtigt werden, liegt nun in der Hand der Bezirksvertreter.

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