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Offene Ganztagsschule: Grundschule platzt aus allen Nähten

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Pause in der Grundschule Kupfergasse: Die nutzen die Kinder auch bei Regenwetter lieber auf dem Schulhof. Foto: Roland Schriefer
Die Katholische Grundschule Kupfergasse (KGS) ist überfüllt. Mehr als 400 Schüler besuchen die Offene Ganztagsschule zurzeit und viele Interessenten müssen abgewiesen werden. Doch das ist nicht das einzige Problem.  Von
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Urbach

Aus allen Nähten droht die Städtische Katholische Grundschule Kupfergasse (KGS), eine Offene Ganztagsschule, zu platzen. Mehr als 400 Kinder lernen in dem 2007 eingeweihten Neubau heute schon das ABC, und fast 130 i-Dötzchen sind für das kommende Schuljahr angemeldet worden. Das sei nur mit pädagogisch nicht mehr vertretbaren überfüllten Klassen oder einem weiteren fünften Zug zu machen, sagt Maria Mückulle, die Leiterin der Schule.

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Derzeit werde noch die Rechtslage geprüft, sagt Josef Konrads vom Amt für Schulentwicklung. Es bestehe aufgrund der zahlreichen Anmeldungen zwar ein Überhang, aber die KGS sei als vierzügige Grundschule genehmigt. „Für diesen Fall besteht ein gesetzlich geregeltes Verfahren zur Aufnahme im Rahmen der vom Schulträger festgelegten Zügigkeit.“ Zur Zeit würde das bedeuten, dass Schüler abgewiesen werden müssten. Mückulle hält das für problematisch. Da würde der Elternwille nicht ernst genommen, beklagt sie. Denn erst erhielten die Erziehungsberechtigen eine Liste mit Schulen in ihrer unmittelbaren Umgebung, wenn sie sich dann aber für die KGS entschieden, bekämen sie vom Amt für Schulentwicklung eine Ablehnung. Daher hat Maria Mückulle die Aufstockung auf fünf Züge beantragt. Räumliche Probleme sieht sie dabei nicht. „Es gibt ja noch die alte Schule.“

Altes Schulgelände ist verschmutzt

Jugendliche hinterlassen bei ihren Treffen auf dem Schulgelände viel Müll.
Jugendliche hinterlassen bei ihren Treffen auf dem Schulgelände viel Müll.
Foto: Roland Schriefer

In das eigentlich schon stillgelegte Gebäude waren bis Ende des vergangenen Schuljahres vorübergehend Berufsschüler untergebracht. Jetzt stehen die renovierten Räume wieder leer und werden vom Schulverwaltungsamt für die Nutzung des Offenen Ganztagsangebotes der Grundschule freigehalten. Ab morgen, Freitag, 1. Februar, werden im Erdgeschoss des alten Hauptgebäudes 260 Kinder über Nachmittag betreut.

Ein Problem des alten Schulgeländes ist allerdings noch nicht gelöst, nämlich die Verschmutzung. Der Raum unter dem Vordach der Turnhalle hat sich zum Treffpunkt für Jugendliche entwickelt. „Die vermüllen das Gelände jedes Mal total“, sagt Bürgeramtsleiter Norbert Becker. Deshalb möchte er das Gelände mit einem Zaun an der Elsdorfer Straße schließen. Das würde verhindern, dass die Übeltäter schnell verschwinden, wenn Kontrolleure kommen. Gegen den Plan sträube sich allerdings die Gebäudewirtschaft. Denn die zur Elsdorfer Straße gelegenen niedrigen Gebäude der Schule sollen bald abgerissen werden. An ihrer Stelle soll eine Kindertagesstätte entstehen. Dadurch wäre der Zugang zum Schulgelände sowieso nur noch von der Kupfergasse aus möglich.

Für Mückulle bietet sich mit den beiden Schulgebäuden und der zukünftigen Kindertagesstätte eine einmalige Möglichkeit. „Wir könnten in der Kupfergasse ein richtiges Lernhaus gründen, in dem Kinder vom Kindergartenalter bis zur vierten Klasse gemeinsam lernen können“, schwärmt sie. Eine solche Möglichkeit gebe es in Köln nicht noch einmal.

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