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OT Ohmstraße: Trotz Auszeichnung kein Budget

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Ralf Werheid und Bianca Rilinger berichteten bei der Preisverleihung in Berlin über ihre inklusive Arbeit. Foto: Fotograf
Die inklusive Arbeit der Offenen Tür Ohmstraße bekommt trotz Förderpreis keine Fördergelder für 2013 mehr. Das Haus bleibt zwar geöffnet, aber viele Angebote werden wegfallen. Alle Hoffnung liegt nun auf der Förderung durch zwei Stiftungen.  Von
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„Ich habe nicht nur gehofft, dass wir weiter von der Stadt gefördert werden“, sagt Ralf Werheid, Koordinator des Hauses der Offenen Tür (OT) Porz mit fester Stimme. „Ich habe zu einhundert Prozent damit gerechnet.“ Doch Werheid und seine Mitarbeiter in der OT Ohmstraße werden im kommenden Jahr kein Geld mehr von der Stadt für ihre inklusive Arbeit genehmigt bekommen. „So wird eine komplette Vollzeit-Stelle wegfallen“, berichtet Werheid mahnend. Seine Kollegin Bianca Rilinger hatte sich bisher auf Inklusion, die Arbeit mit Kindern mit und ohne Handicap, spezialisiert. „Diese besonderen Angebote werden jetzt entfallen.“

Dabei sind Werheid und Rilinger mit ihrer Arbeit so erfolgreich gewesen, dass sie sogar mit einem überregionalen Preis ausgezeichnet wurden. In Berlin nahmen sie die Anerkennung des Deutschen Kinder- und Jugendhilfepreises, auch Hermine-Albers-Preis genannt, entgegen. „Das ist für uns eine große Bestätigung“, so Werheid stolz. „Vor allem, dass von außen gesehen wird, was wir für gute Arbeit leisten.“

Fingerzeig in die Zukunft

Der Koordinator berichtete auf der Preisverleihung von den Problemen, mit denen die OT Ohmstraße zu kämpfen hat. „Wir dachten, dass auch das Jugendamt endlich erkannt hat, dass unsere Arbeit ein Fingerzeig in die Zukunft ist“, sagt Werheid. Noch nie hat die Einrichtung eine regelmäßige Förderung von der Stadt bekommen. „Wir mussten uns immer neue Förderer suchen, wie zum Beispiel Stiftungen, die uns dann einige Jahre unterstützt haben“, macht Werheid die Lage der seit zehn Jahren bestehenden Einrichtung deutlich.

Doch vor einigen Jahren wurde auch die Stadt auf das Projekt aufmerksam und vor dem Behindertenausschuss sicherte man Werheid zu, Sorge dafür zu tragen, dass die OT erhalten bleiben könne. Danach erhielt Werheid 17 000 Euro aus einem Nachlass, den die Stadt an soziale Projekte verteilen konnte. 2012 finanzierte die Stadt dann noch für neun Monate eine halbe Stelle.

Nach der Preisverleihung und Werheids Darstellung der Probleme, machten ihm einige Politiker, wie die Senatorin für Bildung, Jugend und Wissenschaft des Landes Berlin, Hoffnung. Sie würde versuchen, Institutionen in Köln anzuschreiben und dort um Unterstützung bitten.

Viele Angebote werden wegfallen

Denn ab März 2013 muss Werheid sehen, wie es mit der OT Ohmstraße weitergehen kann. „Natürlich bleibt unser Haus geöffnet, doch viele Angebote werden wegfallen“, so der Koordinator. So werden keine Familien- oder Eltern-Kind-Betreuungen mehr stattfinden, genauso wenig wie das gemeinsame Schwimmen und die Abenteuerspielgruppe. „Bei uns wird Freizeit gestaltet und die Eltern können sich sicher sein, dass ihre Kinder gut aufgehoben sind“, sagt Werheid. Bei ihnen gebe es das Wort „Inklusion“ schon gar nicht mehr, weil es einfach selbstverständlich sei, dass Kinder mit und ohne Handicap gemeinsam ihre Zeit verbringen. „Wir müssen uns nicht mehr beweisen. Bei uns können sich Kinder, aber genauso die Eltern entspannen.“

Der letzte Hoffnungsschimmer für Werheid sind noch zwei Förderanträge, die er jetzt an Stiftungen gestellt hat. „Irgendwann gibt es aber keine Institutionen mehr, die ich noch ansprechen könnte. Wir wurden zehn Jahre lang von vielen Förderern unterstützt – aber einmalig“, so Werheid niedergeschlagen. Deshalb habe er auch auf die Unterstützung der Stadt gehofft. „Wenn schon gekürzt werden muss, dann soll bitte nach Qualität geschaut und nicht einfach willkürlich gespart werden.“

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