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Pro-Porzer Presse-Party: Jeckes Jubiläum für ein schönes Porz

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Ein Höhepunkt der Pro-Porzer Presse-Party ist der Besuch des Porzer Dreigestirns. Foto: Roland Schriefer
Bereit zum 44en mal versammelten sich bei der jährlichen Pro-Porzer Presse-Party Entscheider und Prominente um Kontakte zu pflegen, Freundlichkeiten auszutauschen und neue Pläne zu schmieden. Hauptziel: Porz soll schöner werden!
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Peter Pauls tat sein Bestes. Wie immer, wenn der Chefredakteur des „Kölner Stadt-Anzeiger“ Gast der Pro-Porzer Presse-Party (PPPP) ist. Im vergangenen Jahr etwa übte sich der gebürtige Ostwestfale am jecken Schlachtruf, dem dreimaligen Alaaf. Bei der 44. Auflage der Veranstaltung verfiel er gar fast ins Kölsche. Fast. Beim „Fastelovend“ blieb er allerdings auf halber Strecke hängen, so dass nur ein „Fastelabend“ herauskam. Doch Peter Pauls fand Gnade in den Augen der Anwesenden, immerhin machte er ihnen bei dieser Gelegenheit ein großes Kompliment: Er hält den Porzer Karneval für eine besonders attraktive Variante des rheinischen Brauchtums – weil hier die Jungfrau kein Mann, sondern eine hübsche Frau ist. Pauls lobte die Partytradition im Pfarrheim am Leuschhof und die Toleranz der Kölner gegenüber ihm als Ostwestfalen. Mit dem Orden des Dreigestirns ließ er sich – von Jungfrau Lena dreifach gebützt – gerne auszeichnen.

Mit ihrer 44. Auflage hat die PPPP viel Geschichte vorzuweisen. Gestartet als Neujahrsempfang mit einer Handvoll Gäste mutierte sie im Laufe der Jahre zu einer Großveranstaltung, die nach dem Jahreswechsel nicht nur zum Austauschen von Freundlichkeiten genutzt wurde, sondern auch zur Kontaktpflege und zum Schmieden neuer Pläne. Das war auch dieses Mal der Fall. So will Ratsfrau Monika Möller ein Kulturfest veranstalten. „Am 1. Juni wollen wir gemeinsam mit der Innenstadtgemeinschaft (ISG), der Carl-Stamitz-Musikschule, dem Museum Zündorfer Wehrturm, der Stadtteilbibliothek und dem Musikzweig des Stadtgymnasiums feiern.“ Patrick Wiesner von der ISG sagte zu, dass Künstler ihre Werke in den Geschäften ausstellen können und dass an diesem Tag die Geschäfte in der Innenstadt länger geöffnet haben. „Wir laden alle Porzer zum Late-Night-Shopping ein.“ Dabei könnte laut Monika Möller auch der Marktplatz neu belebt werden, etwa in einer Aktion mit Kunst und viel Farbe.

Das Rheinufer zur Schokoladenseite machen

Muntere Moderation: Peter Pauls mit Christian Hümmeler und Renate Hofmann.
Muntere Moderation: Peter Pauls mit Christian Hümmeler und Renate Hofmann.
Foto: Roland Schriefer

Pro Porz – mit diesem Schlagwort kämpften Gegner der Eingemeindung nach Köln in den frühen 1970er Jahren für die Selbstständigkeit der Stadt Porz. Der Name der Presse-Party stammt aus derselben Zeit und spiegelt den Wunsch, dass es Porz und den Porzern gut gehen möge. Viele Besucher der Party hatten auch dieses Mal gute Ideen, wie der Niedergang des Stadtbildes und des Rufs von „Porzity“ zu stoppen seien. Dazu zählte auch Bezirksamtsleiter Norbert Becker. Er denkt darüber nach, wie das Rheinufer wieder zur Porzer Schokoladenseite werden könnte. Die Querelen um die Kosten für die würdige Wiederherstellung von Mauer und Treppe müssten endlich beigelegt werden – und zwar zufriedenstellend für Porz.

Für ihr Engagement zugunsten des Gemeinwesens werden die Gäste traditionell mit einem Orden geehrt, den die Redaktion in liebevoller Handarbeit aus Zeitungs-Druckplatten erstellt. Zum zweiten Mal hatte Barbara Berghausen die närrische Auszeichnung gestaltet. Dafür hatte sie alle alten Orden gesichtet, die unterschiedlichen Themen zusammengestellt und sie auf Blütenblättern zu einer Blume vereint. Schon ein kurzer Blick zeigte, dass es Dauerbrenner gab: Die Gestaltung des Porzer Zentrums gehört dazu – und das ehemalige Karstadt/Hertie-Haus.

Die „Bläck Föös“ als Ehrenreporter

Ordnung muss sein: Bezirksbürgermeister Willi Stadoll geht Prinz Bernd I. (Müffeler) an den Kragen und rückt ihn zurecht.
Ordnung muss sein: Bezirksbürgermeister Willi Stadoll geht Prinz Bernd I. (Müffeler) an den Kragen und rückt ihn zurecht.
Foto: Roland Schriefer

Politisch ging es auch in der Vergangenheit immer wieder zu – mal mehr, mal weniger zupackend. Die Einladung zur Abbruch-Party, zu der der Neujahrsempfang Anfang der 1970er Jahre mutierte, als das Zentrum von Porz niedergerissen wurde und auch die Redaktion weichen musste, etwa nahm ein Gast zum Anlass, mit einer Spitzhacke aufzulaufen. Bis zum endgültigen Abbruch hatte die Wand einer der Nebenräume der Redaktion dann ein Loch. Das und vieles andere konnte erfahren, wer sich mit Halvard Langhoff und seiner Frau Hanne unterhielt. Der langjährige Porzer Redaktionsleiter wusste etwa zu erzählen, dass sich Gäste, die zu viel getrunken hatten, gerne in ihr Auto setzten, bei der Polizeiwache vorfuhren und die Beamten baten, sie nach Hause zu fahren. „Das geschah dann auch“, erinnerte sich Langhoff schmunzelnd. Er erzählte zudem, dass die Bläck Fööss gerne bei den Partys auftraten. Immerhin machte die Gruppe im (von ihnen auch besungenen) Rheinhotel ihre ersten Gehversuche. Von der Redaktion wurden die Bandmitglieder schließlich zu „Ehrenreportern“ ernannt.

„44 Jahre, das ist eine lange Zeit“, betonte Redaktionsleiterin Renate Hofmann. „So lange hält manche Ehe nicht, die eigentlich für die Ewigkeit geschmiedet wurde.“ In so vielen Jahren kann sich viel ereignen. Das stellten auch Reinhard Vogt, Leiter der Kölner Hochwasserschutzzentrale, und Karsten Möring, Kandidat der CDU für den Bundestag, fest. Sie sind alte Bekannte. Möring ist Leiter des Maximilian Kolbe Gymnasiums in Wahn, Vogt war dort lange Pflegschaftsvorsitzender, und alle seine fünf Kinder sind dort zur Schule gegangen. Gemeinsam waren Vogt und Möring Vorreiter bei der Sanierung Kölner Schulen. „Um auf die PCB-Belastung aufmerksam zu machen, haben wir im Winter den Unterricht auf dem Schulhof abgehalten“, sagt Möring. Dem einen oder anderen ist es da sicher kalt geworden. Dass Martin Dörmann solch Unbill nicht widerfährt, dafür will Walter Römer sorgen. Der Sprecher des Köln-Bonner Flughafens sagte zu, dass der SPD-Bundestagsabgeordnete trotz des Wintereinbruchs planmäßig nach Berlin zu den Feierlichkeiten des 50. Jahrestages der Unterzeichnung des deutsch-französischen Freundschaftsvertrages gelangen werde.

Das Glück, rechtzeitig am richtigen Ort anzukommen, ist indes nicht allen beschieden. So hatte der Flughafen als Gastquartier für zwei ungewöhnliche „Zugvögel“ gedient. Zwei Airbus 380 waren in Wahn gelandet, weil Eisregen den Betireb auf den Flughäfen der Umgebung behinderte. „Wir sind auf Wintereinbrüche recht gut vorbereitet“, sagte Römer. Aber in diesem Fall habe der Konrad-Adenauer-Flughafen auch das Glück auf seiner Seite gehabt. „Wenn der Eisregen kommt, dann nutzt auch die Vorsorge nicht viel“, sagte er, da müssten aus Sicherheitsgründen Flüge ausfallen.

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