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Rheinufer: Enten in fremder Wildbahn

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Am Porzer Rheinufer leben die drei Cayuga-Enten mitten unter den Möwen und heimischen Stockenten. Foto: Carstens
Unter die einheimischen Enten mischen sich Exoten, die wahrscheinlich Züchtern ausgebüxt sind. Unter anderem haben sich Cayuga- und Mandarinenten zum Kölner Entenvolk gesellt und verschönern mit ihrem Anblick das Rheinufer.  Von
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Von der Größe her sehen sie aus wie heimische Stockenten, doch ihr schwarz-grün schimmerndes Gefieder lässt Zweifel an dieser Herkunft aufkommen. Und tatsächlich: Laut Experten haben sich drei Cayuga-Enten am Porzer Rheinufer angesiedelt. Die Cayuga-Enten sehen allerdings den Smaragd-Enten so ähnlich, dass sich selbst Fachleute über ihre Bestimmung oft uneins sind. Falko Huckenbeck vom Arbeitskreis Ornithologie des Naturschutzbundes (Nabu) Köln allerdings ist sich mit seiner Festlegung auf Cayuga-Ente sicher.

Er bezieht sich auf den Sonderverein der Entenzüchter. Demnach sehen sich beide Spezies in Form und Farbe zwar sehr ähnlich, die Smaragd-Enten seien im Ganzen aber noch opulenter im Glanz. „Bei den Cayuga-Enten handelt es sich um eine Zuchtform einer amerikanischen Dunkelente", erläutert Jörg Pape, Vorsitzender des Nabu Köln. „Die Enten müssen irgendwo ausgebrochen sein und scheinen jetzt am Rheinufer zu bleiben." Somit verhalten sie sich wie manch anderer Exot, der sich inzwischen hier eingelebt hat. „Auch Mandarinenten leben mittlerweile in vielen Gebieten von Köln, wie etwa in der Wahner Heide, und brüten dort", erläutert Pape. „Häufig findet man auch Kreuzungen aus weißen Haus-Enten und Stockenten."

Kein Überblick über die Anzahl der Exoten

Diese Mischungen seien zum Beispiel an ihrer weißen Brust zu erkennen. Wie viele Cayuga-Enten in Köln in freier Wildbahn leben, ist allerdings nicht bekannt. „Da es sich nicht um einheimische Tiere, sondern um privat angeschaffte Ziervögel handelt, haben wir keinen Überblick", sagt Peter Schütz, Pressesprecher vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen.

Laut Sonderverein belegen amerikanische Aufzeichnungen, dass bereits die Cayuga-Indianer dunkle Wildenten als Haustiere hielten. Vor mehr als 200 Jahren soll ein Müller in Dutches County ein paar dieser Tiere gefangen haben, um sie an seinem See heimisch zu machen. Fest stehe, dass amerikanische Züchter 1840 mit der gezielten Selektion auf Farbe und Größe begannen. Der Name leitet sich ab von dem ursprünglichen Verbreitungsgebiet, dem Cayuga-See, und von ihren ersten indianischen Züchtern.

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