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Schul-Theater: Ein moderner Sommernachtstraum

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Der Handwerker hat von Kobold Puck Eselsohren verpasst bekommen und wird nun von den Elfen umsorgt. Foto: Jennifer Stötzel
17 Literatur-Schüler der Lise-Meitner-Gesamtschule begeistern auf der Bühne mit ihrer Interpretation von Shakespears „Sommernachtstraum“. Seit vergangenem September haben sie sich vorbereitet.  Von
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Gremberghoven

Es war eine ungewöhnliche Inszenierung von William Shakespeares „Sommernachtstraum“. Allein die Bühne im Pädagogischen Zentrum (PZ) der Lise-Meitner-Gesamtschule war innovativ gestaltet. Die Zuschauer saßen an den Seiten, sodass nicht nur die erhöhte Bühne genutzt werden konnte, vor allem wurde auch in der Mitte des Raumes gespielt.

17 Schüler des Literaturkurses, der in der Jahrgangsstufe 12 von Werner Imbach angeboten wird, hatten sich bewusst für diesen Klassiker entschieden und präsentierten ihn an zwei Abenden dem Publikum. „Ein Kriterium für das Stück war, dass es Rollen für viele Schauspieler bietet, was nicht oft vorkommt“, bemerkte Lehrer Werner Imbach, der sichtlich stolz auf seine Zöglinge war. „Die Schüler waren begeistert von der Idee, einen Klassiker zu interpretieren.“

Frei mit Text und Stück umgegangen

Stolz auf die Leistung der Zwölftklässler konnte er allemal sein. Der Boden des PZ war mit getrockneten Blättern ausgelegt. Vereinzelt symbolisierten zudem grüne Matten den Waldboden. Sogar ein abgesägter Baumstamm diente als Kulisse. In diesem Wald irrten also die Elfen, Kobolde und Menschen umher und stritten um Liebe und Anerkennung. Alle Schüler waren passend kostümiert, um die jeweilige Figur darzustellen. Da zierten schwungvolle Schnörkel das Gesicht des Elfen und Glitzer seine Arme. Die Königin trug ein langes wallendes Gewand.

Den Original-Text hatten die Jugendlichen teilweise neu interpretiert. So fluchte etwa Kobold Puck mit moderneren Schimpfwörtern, als sie bei Shakespeare zu finden sind. „Einige Passagen haben wir vereinfacht, damit wir ein der heutigen Zeit angemessenes Theaterstück daraus machen konnten“, sagte Imbach. „Die Gruppe ist sehr frei mit dem Text und dem Stück umgegangen.“

Intensive Vorbereitung hat sich gelohnt


Foto: Jennifer Stötzel

Die Jugendlichen hatten seit vergangenem September geprobt, inklusive Schauspieltraining. Die intensive Vorbereitung zahlte sich nun in lautstarkem Beifall aus. Vor allem die anderen die Schulkameraden waren begeistert. „Ich habe noch nie ein Werk von Shakespeare gelesen, deshalb war ich gespannt, was sich hinter dem Titel verbirgt“, beschrieb Markus Krüger seine Erwartungen.

Den jungen Darstellern hat die Aufführung sichtlich Spaß bereitet. Besonders gereizt hatte sie, einmal in eine klassische Schauspielrolle zu schlüpfen und sie zu interpretieren. „Der Text war schon anspruchsvoll. Aber es war lustig, diese andere Sprache zu benutzen“, berichtete Sebastian Wielpütz, der den Elfen-König Oberon verkörperte. „Allerdings ist Shakespeare einfach ein großer Name, weshalb es schon eine Herausforderung war, das Stück vorzubereiten.“ Der 18-Jährige spielt bereits in seiner Freizeit in einer Theatergruppe mit, dennoch war er ein wenig nervös vor seinem Auftritt. „Es ist immer wieder anders, wenn man auf der Bühne steht.“

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