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Schulaufführung: Radau zur Geisterstunde

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Foto: Roland Schriefer
Es ist Geisterstunde und Schlossherr Karl von Radau lädt zum Fest ein. Die perfekte Bühne für die Schüler des Zündorfer Lessing-Gymnasiums, um ihr Schauspieltalent zu demonstrieren. Ihr Grusical begeistert mit Fantasie und Witz.  Von
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Zündorf

Auch mit kleinen Katastrophen, wie plötzlich umfallenden Kulissen, mussten die Schüler des Lessings-Gymnasiums bei der Aufführung ihres so genannten Grusicals „Geisterstunde auf Schloss Eulenstein“ fertig werden. Obwohl erst Fünftklässler, meisterten sie das Unvorhergesehene bravourös. Auch die Sänger des Unterstufenchores und die Musiker des Schulorchesters konnten sich sehen und hören lassen.

„Ich habe jetzt nach zwei Jahren mit meiner Klasse 5d wieder ein Musical einstudiert“, sagte Deutsch- und Musiklehrerin Frauke Kollmann. Doch alleine mit den Schülern einer Klasse war ein solches Projekt, bei dem alles von Hand gemacht wurde, nicht zu realisieren. „Da haben ganz viele Schüler mitgewirkt“, sagte Kollmann. Der Unterstufenchor mit Schülern der Klassen fünf und sechs war ebenso beteiligt wie das Orchester des Gymnasiums unter Leitung von Petra Fink. Die zum gruseligen Ambiente von Schloss Eulenstein passenden Requisiten und die Kulissen wurden unter Anleitung von Gabriele Deylitz und Frieder Schumacher von Unterstufenschülern gebaut. „Unser Grusical ist eine klassenübergreifende Gemeinschaftsarbeit“, sagte Kollmann.

Flaschengeist feiert Geburtstag

Im Singspiel aus der Feder des Komponisten Peter Schindler lädt Schlossherr Karl von Radau (beeindruckend souverän gespielt von der elfjährigen Viktoria) zur Geisterstunde ein, zu der auch die Kleine Hexe erscheint. Sie hat ein besonderes Geschenk mitgebracht, eine genial konstruierte Krachmaschine, die Fritz Rabatz, ein weiterer Gast, so interessant findet, dass er sie unbedingt besitzen möchte. Da ist also Krach vorprogrammiert, denn die Kleine Hexe will natürlich ihre Erfindung nicht abgeben.

Ein Flaschengeist, dessen Geburtstag zur Geisterstunde gefeiert werden soll, findet den Streit um die Krachmaschine aber uncool, weil er die Feierlaune trübt. Immerhin ist er ja gerade schlappe 1000 Jahre alt geworden. Da hilft nur der Geisterrat, der alles in demokratische Bahnen lenkt. Fritz von Rabatz kriegt am Ende die Konstruktionspläne der Krachmaschine, und die kleine Hexe darf sich über ein paar neue Trommeln freuen.

Das Singspiel wurde mit viel Spaß an der Freude gespielt. Es wurde gesungen und souverän Krach gemacht. Die Unterstufenschüler haben sich den Beifall des Auditoriums redlich verdient. Mehr noch: Auch die Kosten für das Aufführungsrecht an dem Singspiel kamen wieder herein. Denn die Vorstellung war ausverkauft.

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