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Stadtentwicklungsausschuss: Wettbewerb um die Porzer City

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Luftbilder vom Turm der St. Josef-Kirche mit Blick auf die Porzer Innenstadt und ehemaligem Hertie-Einkaufszentrum. Foto: Diethold
In der Porzer Innenstadt soll sich endlich was bewegen. Spätestens Anfang 2014 sollen Entwürfe für die Fläche um das ehemalige Hertie-Gebäude vorliegen. Sorgen um künftige Mieter gibt es nicht, um die Architektur schon.  Von
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Für die Politiker ist es ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Für die Verwaltung ist es ein hartes Stück Arbeit. Ein neuer Bebauungsplan soll für Porz-City rund um das ehemalige Hertie-Gebäude aufgestellt werden. Der Stadtentwicklungsausschuss hat das in seiner vergangenen Sitzung einstimmig beschlossen nebst einem städtebaulichen Gutachterverfahren. Dabei sollen sieben Architektur- und Städtebaubüros einen Entwurf für den Bereich rund um den Friedrich-Ebert-Platz entwickeln.

Mit diesem Beschluss ist der Stadtentwicklungsausschuss über den der Bezirksvertretung hinausgegangen. Die war mit großer Mehrheit einem SPD-Antrag gefolgt, in dem die Aufstellung eines neuen Bebauungsplans gefordert wurde, der viele Möglichkeiten offen lässt – inklusive des Abrisses des ehemaligen Kaufhauses.

„Meine Hoffnung ist, dass die Hertie-Immobilie bis Ende des Jahres verkauft ist“, sagte Christian Joisten, Chef der SPD-Bezirksfraktion. „Der Beschluss des Stadtentwicklungsausschusses soll ein eindeutiges Signal auch an die Bürger sein, dass sich bald etwas in der Innenstadt tut.“ Es habe lange genug gedauert, bis sich Politik und Verwaltung einig waren.

Entwürfe sollen spätestens Anfang 2014 vorliegen

Die Entwürfe der Planungsbüros sollen für die 1,8 Hektar große Fläche bereits Ende 2013, spätestens Anfang 2014 vorliegen, fordert die Politik. Dieser Wettbewerb um das beste Konzept wird einen sechsstelligen Betrag kosten. Vorgeschlagen wird von den Politikern, dass die Kosten nicht zwangsläufig von der Verwaltung übernommen werden, sondern aus dem Topf der Investitionsmittel für Stadtteile und -bezirke bestritten wird, über die der Rat verfügt.

Eine weitere Hoffnung ist, dass bis dahin auch Gespräche mit einem zukünftigen Investor stattfinden, bei dem unter anderem geklärt werden kann, ob die Kosten von ihm zumindest teilweise übernommen werden. Das könnte gut möglich sein, weil ein Käufer ohnehin ein Konzept für die Fläche finden muss.

„Ein Entwurf, der nach Abschluss des Wettbewerbs von der Stadt vorgelegt wird, gibt dem Investor Planungssicherheit“, so Stefan Götz, Geschäftsführer der CDU-Ratsfraktion. „Derzeit wissen die potenziellen Käufer nicht, was sie bauen dürfen und was nicht, weil es keinen Bebauungsplan für den gesamten Bereich gibt.“

Ideen für das beste Konzept sammeln

Bei den Entwürfen soll jedoch nicht nur das alte Hertie-Gebäude und der Friedrich-Ebert-Platz mit einbezogen werden. Auch soll unter anderem ein Durchgang von der Hermannstraße bis zum Rhein sichergestellt und verschiedene Nutzungen neben dem Einzelhandel ermöglicht werden. Mit diesen Vorgaben sollen die Architekten konkrete Vorschläge erarbeiten, auf deren Grundlage ein Käufer der Immobilie sowie der Tiefgarage sein Projekt entwickeln kann.

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Die Stadt möchte sich mit dieser Entscheidung deutlich positionieren, Ideen für das beste Konzept sammeln und sagen können, was sich aus ihrer Sicht am dortigen Standort für alle Beteiligten am besten realisieren lassen kann. Einen Feinschliff könne es dann immer noch geben, teilte die Verwaltung mit.

"Wollen kein fremdartiges Ufo"

Es gebe zwar noch keinen konkreten Interessenten, sondern lediglich einige, mit denen über einen Kauf gesprochen werde. „Das Konzept bietet einem potenziellen Käufer Orientierung und spart ihm Geld, Zeit und Arbeit“, so Elke Müssigmann vom Stadtplanungsamt. „Er kann danach sofort loslegen.“

Für die Politiker ist die Entscheidung für einen Bebauungsplan rund um das ehemalige Hertie-Gebäude sowie das Gutachterverfahren ein voller Erfolg und ein Fortschritt für die Porzer Innenstadt. „Für den Ortsmittelpunkt ist eben die Stadt verantwortlich“, so Barbara Moritz, Fraktionsvorsitzende der Kölner Grünen, die sich sehr für die Aufnahme des Gutachterverfahrens in den Beschluss eingesetzt hat „Die Stadt soll sich nun überlegen, wie die Fläche am besten genutzt werden kann.“

Ihre für Porz zuständige Parteikollegin Kirsten Jahn pflichtet ihr bei: „Wir wollen in Porz kein fremdartiges Ufo in Form einer überdimensionierten Mall, sondern eine vernünftige Mischung aus Einkaufen, Wohnen und Arbeiten.“

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