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Tischfussball-Stadtmeisterschaft: Schnelle Reaktion und gute Nerven

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Im Kinder- und Jugendzentrum Glashütte lieferten sich 200 Teilnehmer spannende Spiele an 20 Tischkickern. Foto: Michael Heeg
Großer Andrang herrschte bei der zweiten Stadtmeisterschaft im Tischfußball im Urbacher Jugendzentrum Glashütte. Das Turnier war so überlaufen, dass einige Spieler sich nicht mehr für den Wettbewerb anmelden konnten.  Von
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Die Räume im Kinder- und Jugendzentrum Glashütte sind gut gefüllt. Hunderte Menschen tummeln sich um einen kleinen Schalter und wollen sich für die zweite Kölner Stadtmeisterschaft im Tischfußball eintragen lassen. „Ab jetzt keine Anmeldungen mehr“, ruft einer der Organisatoren. Das Turnier ist restlos überlaufen, so dass einige Spieler enttäuscht wieder nach Hause fahren müssen. 200 Teilnehmer beweisen bei der Veranstaltung, dass „Kickern“ auf Wettkampfniveau immer beliebter wird.

Organisiert werden die Ausscheidungen vom Deutschen Tischfußball Bund (DTFB). Sie zählen als offizielles Ranglistenturnier. Mittlerweile gibt es in Deutschland 60 bis 70 Veranstaltungen dieser Art. „Es sollen aber noch deutlich mehr werden. Schließlich hat man hier heute gesehen, wie groß der Andrang ist“, sagt Klaus Gottesleben, Präsident des DTFB. Da bei zu vielen Spielern die Wartezeiten zwischen den einzelnen Partien zu lang werden, hat der Verband ein Limit für das Teilnehmerfeld eingeführt.

Die Spieler können sich in vier unterschiedlichen Starterfeldern messen. Gespielt wird an 20 modernen Tischkickern. Der Wert eines Tisches liegt bei rund 1200 Euro. „Wir wollen garantieren, dass alle Spieler unter den gleichen und bestmöglichen Bedingungen antreten“, erklärt Präsident Gottesleben. Eigens für das Turnier reisen Spieler sogar aus Osnabrück, Hamburg oder Berlin an.

Obwohl es erst die zweite Auflage des Turniers in Porz ist, wird das Kinder- und Jugendzentrum Glashütte von vielen Spielern als Austragungsstätte gelobt. Während im großen Saal die spannenden Partien stattfinden, können sich die Teilnehmer in ihrer Spielpause im Bistro oder in der großen Außenanlage aufhalten. „Die Räumlichkeiten sind wirklich perfekt, lediglich kostenlose Parkplätze könnte es mehr geben“, so die Meinung von Gottesleben.

In den vergangenen Jahren hat das bei vielen als Kneipenspiel bekannte Kickern einen enormen Popularitätsschub erfahren. In Deutschland gibt es mittlerweile rund 6500 aktive Spieler. Der DTFB will in naher Zukunft erreichen, dass Kickern als richtige Sportart angesehen wird. „Es braucht schnelle Reaktionen, eine gute Hand-Auge-Koordination und eine starke Psyche, um ein passabler Tischfußballer zu werden“, erklärt Präsident Gottesleben „All das, was bei vielen anderen Sportarten auch verlangt wird.“

Die Landessportbunde des Saarlandes und Niedersachsens haben Kickern bereits als Sportart akzeptiert. Nun fehlen noch sechs weitere Verbände, damit auch der Deutsche Olympische Sportbund eine Aufnahme prüfen kann. „Gerade durch solche Turniere wie hier in Porz hoffen wir, dass wir das Ziel schon bald erreichen“, sagt der DTFB-Präsident.

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