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Verkehr: Mangelhafter Zustand der Straßen

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Radwege und Fahrbahnen sind häufig in einem schlechten Zustand, wie hier an der Berger Straße. Foto: Heeg
Auto- und Fahrradfahrer werden in Porz ordentlich durchgeschüttelt. Schlaglöcher, Unebenheiten und andere Mängel gehören zum Alltag. Warum wann welche Straßen instand gesetzt werden, bleibt vielen Autofahrern ein Rätsel.  Von
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Mit dem Auto im Stadtbezirk unterwegs zu sein, ist nicht immer ein Vergnügen. Da behindern Staus das Fortkommen und fehlende Parkplätze das Abstellen des Wagens. Zunehmend zum Ärgernis wird aber der teils desolate Zustand einiger Straßen. Schlaglöcher, Unebenheiten in der Fahrbahndecke oder sogar lockere Kanaldeckel lassen Autofahrer aufstöhnen. Zwar werden immer mal wieder Straßen saniert, nach welchen Kriterien diese jedoch ausgewählt werden, ist vielen Bürgern nicht nachvollziehbar. Häufig hagelt es Beschwerden, dass intakte Straßen erneuert würden, während andernorts marode Strecken unbeachtet blieben.

Autofahrer Helmut Lux ist dieser Umstand schon häufiger aufgefallen. Als aktuelles Beispiel nennt er die Straßenerneuerung der Frankfurter Straße zwischen dem Urbacher Altenheim und dem Kreisverkehr in Wahn. Auch die Sanierung der Porzer Hauptstraße wäre laut Lux nicht notwendig gewesen. „Beide Straßen befanden sich in einem einwandfreien Zustand ohne jedes Schlagloch“, wundert sich Lux.

Prioritätenklassen für Straßen

Die Zuständigen vom Amt für Straßen- und Verkehrstechnik verteidigen die Erneuerungsarbeiten. Der Grund für eine Sanierung werde nicht immer gleich beim Befahren einer Straße erkennbar. „Wir haben dutzende Fachleute, die den Straßenbelag exakt untersuchen, bevor sie eine Entscheidung fällen“, erklärt Dietmar Reddel, rechtsrheinischer Sachgebietsleiter für den Bau und Unterhalt der Straßen.

Oft handelt es sich bei den Erneuerungen des Straßenbelags um sogenannte Präventivmaßnahmen. „Die wichtigsten Strecken werden frühzeitig saniert, damit später keine noch größeren Schäden auftreten“, so Reddel. Dazu sind die Straßen in unterschiedliche Prioritätenklassen eingeteilt, die insbesondere die Auslastung und Wichtigkeit berücksichtigen.

Es hapert an Koordination

Dennoch gibt es von den Zuständigen auch das Eingeständnis, dass es ab und an zu Fehlern kommt. „Mit der Erneuerung der Porzer Hauptstraße zwischen Bergerstraße und Bahnhofstraße kann man sicherlich nicht glücklich sein“, meint Hartmut Sorich vom Amt für Straßen- und Verkehrstechnik. Da die Hauptstraße im kommenden Jahr sowieso erneuert werden sollte, hätten die Arbeiten auch gleich zusammengelegt werden können. „Leider hat es da an der nötigen Koordination gehapert.“

Es wird jedoch daran gearbeitet, möglichst viele der anderen Routen in Zukunft zu sanieren. Im kommenden Jahr soll etwa ein Abschnitt der Kaiserstraße erneuert werden. Bereits abgeschlossen sind die Arbeiten an einem Teil der Rather Straße. Im Zuge von Kanalarbeiten wurde die Fahrbahndecke saniert.

Beschwerden sind nichts Neues

Für Helmut Lux sind diese Ausbesserungen ein schwacher Trost. Auch die Bergerstraße und die Nachtigallenstraßen seien in einem erbärmlichen Zustand. „Einige Bereiche gleichen eher einer Strecke zugunsten von Werkstätten, die Stoßdämpfer austauschen“, sagt Lux. Hinzu kämen die zahlreichen defekten Nebenstraßen sowie etliche Radwege.

Die Beschwerden sind für die Verwaltung nichts Neues. Aber wegen des angeschlagenen Finanzhaushalts sind die Möglichkeiten begrenzt. „Wir können eh schon nicht alles umsetzen, was wir ursprünglich angedacht hatten“, erklärt Reddel. Die Budgets seien nun mal gekürzt worden.

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