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Verkehr: Statt Parkhaus nur ein Parkplatz

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Für viele Pendler ist es die einzige Möglichkeit: Sie müssen ihren Pkw auf dem Acker abstellen, weil die legalen Parkplätze belegt sind. Foto: Roland Schriefer
Bahnkunden, die ihr Auto am S-Bahnhof Wahn abstellen wollen, tun dies häufig auf Grünflächen, da zu wenig regulären Parkflächen vorhanden sind. Die Freiherr von Eltz’sche Verwaltung hat nun einen Bauantrag für 150 Stellflächen eingereicht.  Von
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Wahn

Die Situation am S-Bahnhof Wahn sei seit Jahren eine Katastrophe, sagt Joachim Humberg, Vorsitzender des Bürgervereins Wahn-Wahnheide-Lind. Es gebe viel zu wenige reguläre Parkplätze, Autos würden in den rund um den Bahnhof neu entstandenen Wohnstraßen und auf umliegenden Grünflächen abgestellt. Das ist bekannt, und deshalb hat die Stadt auch schon 2007 das Park&Ride-Parkhaus in den Haushalt eingebracht. 80 Prozent der Kosten in Höhe von etwa 1,3 Millionen Euro hätte das Land übernommen, Das dafür benötigte Grundstück gehörte damals noch der Deutschen Bahn AG, die dafür mehr haben wollte, als die Stadt bereit war zu zahlen. Mittlerweile hat die Freiherr von Eltz’sche Verwaltung das Grundstück erworben. „Wenn die Stadt dort ein Parkhaus bauen will, können wir darüber verhandeln“, sagt Bernd Klocke, Geschäftsführer der von Eltz’schen Verwaltung. Das Grundstück stehe zwar jetzt zur Verfügung, allerdings sei aufgrund der Haushaltslage der Stadt das Geld für den Bau nicht mehr da, räumt Christian Joisten ein, Fraktionsvorsitzender der SPD in der Bezirksvertretung.

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„Wir erwarten trotzdem, dass das Parkhaus zügig gebaut wird“, hofft Humberg. Ähnliches ist auch von den Kommunalpolitikern aller Fraktionen zu hören. „Wir fordern den Kölner Stadtrat auf, dieses wichtige Parkhausprojekt auch in dieser schwierigen Haushaltslage zum Wohle der ÖPNV-Nutzer, der Anwohner und der Umwelt mit den notwendigen Finanzmitteln auszustatten“, erklärt Joisten.

Spich ist keine Alternative

Das Parkhaus müsse gebaut werden, sagt auch Hans-Peter Bröhl, Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Wahn/Wahnheide/Lind/Libur. „Wir wollen es ohne Wenn und Aber. Wir haben kein Verständnis dafür, dass Geld für Prestige-Objekte wie die Oper und den Rheinboulevard in Deutz ausgegeben wird, aber keines für die den Ausbau der Infrastruktur.“ Er hält Gedankenspiele, wie etwa das, die Tarifgrenze nach Spich auszuweiten, für Unsinn. Niemand werde nach Spich zum Bahnhof fahren, weil es dort bessere Parkmöglichkeiten gibt, ist er überzeugt. Das bestätigte auch eine Bahnfahrerin aus Niederkassel, die jeden Tag nach Köln fährt und ihren Pkw immer auf dem Acker am Bahnhof Wahn abstellten muss, weil alle Parkplätze belegt sind. Nach Spich zu fahren, sei aber keine Alternative. „Die Parksituation dort ist auch nicht besser als in Wahn.“

„Man sollte die Mittel für das Parkhaus wieder in die Haushaltsverhandlungen einbauen“, schlägt Wolf-Gunther Lemke, Fraktionsvorsitzender der FDP in der Bezirksvertretung, vor. Das wird auch von anderen Kommunalpolitikern unterstützt.

„Einer musste doch endlich etwas unternehmen“

Die Freiherr von Eltz'sche Verwaltung hat inzwischen den Bauantrag für eine ebenerdige Parkfläche für 150 Pkw eingereicht. „Einer musste doch endlich etwas unternehmen“, sagt Klocke. Zumal demnächst mit einer weiteren Bauphase der Wohnbebauung am Wahner Bahnhof begonnen würde und dann die „wilden“ Parkplätze wegfallen. Bewirtschaftet würde die Parkfläche von der DB-Bahnpark, die mehrere bahnhofsnahe Parkeinrichtungen unterhält.

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