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Verschönerungsaktion: Airbrush gegen graue Poller Wände

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Mit buntem Lack hat der Hobby-Künstler Christoph Bel zur Verschönerung des Ortsteils beigetragen.  Foto: Roland Schriefer
Bunte Farben für den grauen Verteilerkasten an der Poller Hauptstraße - darauf haben sich die IG Poll und die Telekom geeinigt. Mittels Airbrush-Verfahren entstanden ein rotes Sofa und das Poller Milchmädchen.  Von
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Als ein kleiner Schritt in die richtige Richtung könnte die Verschönerungsaktion der „Interessengemeinschaft: Poll – mach mehr daraus“ bezeichnet werden. Die Mitglieder der IG haben sich mit der Telekom darauf geeinigt, dass der Verteilerkasten an der Poller Hauptstraße 28 bemalt wird. Der Hobby-Künstler Christoph Bel, der ebenfalls aus dem Bezirk stammt, gestaltete ihn in bunten Farben.

Der etwa 1,80 mal zwei Meter große Kasten war vorher lediglich in helles Grau getaucht und teilweise mit schwarzen Graffiti besprüht. Nun strahlt er in hellem „Kölsch“-Gelb und frischem Rot. Da der Kasten direkt an der Mauer zum Poller Wirtshaus steht, überlegte sich Christoph Bel ein Motiv, was zum Stadtteil, aber genauso zur direkten Umgebung passt. Nun ziert den Verteilerkasten das Logo des Wirtshauses, das rote Sofa, genauso wie das Symbol des Bezirks: das Poller Milchmädchen. Im Hintergrund ist ein Bierdeckel zu erkennen sowie am unteren Rand des Kastens ein frisches Kölsch inklusive Schaum.

Motivwahl bringt Interessen zusammen

„Ich wollte mit diesem Motiv eine Symbiose herstellen und somit alle Interessen zusammen bringen“, stellte Bel das Bild vor. Er war froh, dass er die Interessengemeinschaft unterstützen konnte und freute sich „der Telekom mal offiziell auf den Kasten sprühen zu dürfen“. Christoph Bel arbeitete in seiner Aktion mit einer speziellen Methode, dem Airbrush-Verfahren.

„Ich hoffe, dass sich durch das Firmenlogo des Wirtshauses auch andere Unternehmen finden, die eine Art Patenschaft für solch einen Kasten übernehmen,“ so Bel. Dass das nicht nur Zukunftsmusik ist, hofft auch Rüdiger Michaelsen, der sehr aktiv in der Interessengemeinschaft ist. „Seit über einem Jahr bemühen wir uns schon darum, dass dieser Verteilerkasten umgestaltet werden kann“, berichtete Michaelsen nun sichtlich erleichtert. „Wir mussten erst mit der Telekom verhandeln, und das hat sich hingezogen.“

Aktion soll ein Anfang sein

Im gesamten Bezirk hat die IG in den vergangenen Jahren viel erreicht und mit kleinen Aktionen Poll ein bisschen schöner gemacht. So wurden der Beton-Pilz am Rheinufer und ein Container am DLRG-Haus neu gestrichen. Die Mitglieder der IG setzen auch auf die Mitarbeit der Anwohner. „Wir möchten die Bürger motivieren, wenigstens vor ihrer Haustür für Ordnung zu sorgen“, so Michaelsen. Deshalb seien immer wieder Anwohner und Geschäftsleute angesprochen worden, um etwa die Blumenkübel an der Straße zu bepflanzen und zu pflegen.

„Als wir uns damals zusammen gefunden haben, hat es uns einfach gereicht mit dem Dreck überall“, beschrieb Rüdiger Michaelsen den Grund für die Gründung der IG. „Unsere jetzige Aktion hier mit dem Verteilerkasten soll nur ein Anfang sein. Wir merken, dass viele Bürger Lust haben, etwas in ihrem Stadtteil zu ändern.“

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