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Tanorexie: Die Sucht nach Solarienbräune

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Trotz Hautkrebsgefahr: Auf manche wirkt der Besuch im Solarium wie eine Droge Foto: dpa
Krebsexperten warnen seit langem: Jeder Sonnenbank-Besuch erhöht das Hautkrebs-Risiko. Doch vor allem junge Frauen schreckt das nicht. Für manche wird das Solarium sogar zur Droge. Sie leiden an Tanorexie. Das ist der Fachbegriff für zwanghaftes Bräunen.
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Obwohl sich mit jedem einzelnen Besuch im Solarium das Risiko erhöht, am schwarzen Hautkrebs zu erkranken, bekommen manche nicht genug davon. Die künstliche Sonne kann regelrecht abhängig machen. Ein derartig extremes, zwanghaftes Bräunen der Haut wird als Tanorexie bezeichnet. Der Begriff leitet sich ab von dem englischen Verb für bräunen „tan“ und Anorexia nervosa, der Bezeichnung für Magersucht. Wie bei der Magersucht liegt auch bei der Tanorexie ein verzerrtes Selbstbild vor. Selbst wenn die Betroffenen schon stark gebräunt sind, finden sie sich blass und unattraktiv.

Verzichten diese Menschen einige Zeit auf einen Solariumbesuch, leiden viele von ihnen an Nervosität, Zittern, depressiven Verstimmungen und einem starken Drang nach Sonnenlicht, erklärt die Deutsche Krebshilfe.

Durch die UV-Strahlen werden im Körper Glückshormone ausgeschüttet. Deshalb gehen Experten davon aus, dass sie wie eine körpereigene Droge wirken und glücklich machen. Besonders junge Menschen wollen der Krebshilfe zufolge ihr Wohlbefinden und ihre Attraktivität durch Bräune steigern, unterschätzen dabei aber die Gefahr, an Hautkrebs zu erkranken.

Hautkrebs ist die häufigste Tumorart

Betroffen sind vor allem junge Frauen. Der typische Solariumbesucher ist weiblich und zwischen 18 und 25 Jahren alt. Das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, verdoppelt sich, wenn Solarien bis zu einem Alter von 35 Jahren regelmäßig einmal im Monat genutzt werden. Solariumsüchtige bräunen sich jedoch wöchentlich, im Extremfall sogar täglich.

Hautkrebs ist in Deutschland die häufigste Tumorart. Am schwarzen Hautkrebs, dem sogenannten malignen Melanom, erkranken nach Angaben der Krebshilfe jährlich etwa 26.000 Menschen. Der schwarze Hautkrebs ist so gefährlich, weil er früh Tochtergeschwülste bildet und dann oft nicht mehr heilbar ist. (dpa)

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Quelle: Onmeda

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