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Doris Richter: „Hohe Qualität des Unterrichts“

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Doris Richter.
Doris Richter.
Foto: Privat

Die Vize-Pflegschaftsvorsitzende Doris Richter fürchtet, dass gute Lehrer abwandern.

Die Schulpflegschaft ist gegen eine Sekundarschule. Warum?

Doris Richter: Wir sind nicht grundsätzlich gegen die Sekundarschule. Aber wir lehnen es ab, die gut funktionierende Arthur-Koepchen-Realschule zugunsten einer neuen Schulform aufzulösen, die letztendlich aufgrund der unzureichenden Vorbereitungen nur einen Ersatz für die ebenfalls aufzulösende Hauptschule darstellt. Wenn eine neue Schulform eingeführt wird, ohne dass die erforderlichen Ressourcen (Lehrkräfte, Räumlichkeiten) und die Finanzen gesichert sind, so ist dies im Vergleich zu der hohen Unterrichtsqualität an der AKRS ein Rückschritt.

Was bedeutet es für die Arthur-Koepchen-Realschule, wenn die notwendigen Anmeldungen zusammenkommen?

Richter: Wenn sie zusammenkommen, wird sich die AKRS über fünf Jahre langsam auflösen. Aufgrund der schlechten Vorbereitung der Sekundarschule wird für mindestens zwei Jahre der bereits jetzt vorhandene Raummangel weiter verschärft. Anschließend findet der Unterricht unter laufenden Bauarbeiten statt. Viele Lehrer – vermutlich nicht die schlechtesten – werden die Realschule sukzessive verlassen, was mit den letzten Jahrgängen der Realschule in zwei bis drei Jahren geschehen wird, darüber gibt es von der Stadt keine Auskunft.

Sie haben gesagt, dass die Sekundarschule ein Jahr zu früh kommt. Würden Sie sie unterstützen, wenn sie 2014/2015 startete?

Richter: Das würden wir, wenn innerhalb des dann gewonnenen Jahres die bisherigen Defizite beseitigt würden. Es wäre schön, wenn dann die Eltern, Lehrer und Schüler der AKRS einbezogen würden, um die offenen Fragen zu klären. Hierfür ist es jetzt allerdings zu spät, da die Stadt Pulheim die Verschiebung um ein Jahr abgelehnt hat. Nun entscheiden die Eltern mit ihrem Anmeldeverhalten, dieses Ergebnis ist zu respektieren.

Würden Sie eine Gesamtschule bevorzugen?

Richter: Die Gesamtschule ist in Pulheim lediglich am Quorum gescheitert und betraf ohnehin den Standort der jetzigen Gemeinschaftshauptschule, somit stellt sich diese Frage für uns nicht. Wir plädieren für den Erhalt der AKRS – engagierte Lehrer und eine gute Kooperation zwischen Schülern, Lehrern und Eltern. Das haben wir hier vor Ort, und das wollen wir auch in Zukunft weiterentwickeln. Was jedoch nach einer Auflösung kommt, weiß bisher niemand.

Das Gespräch führte Maria Machnik

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