Pulheim
Nachrichten und Bilder aus Pulheim

Vorlesen
0 Kommentare

Einzelhandel: Größer und mit grünem Dach

Erstellt
Der Rewe-Markt soll wachsen: An der Schmittegasse entsteht ein Anbau mit 500 Quadratmetern Fläche. Foto: Maria Machnik
Der Rewe-Markt in Pulheim-Stommeln wird erweitert. Zusätzlich sollen 500 Quadratmeter zu der bestehenden Ladenfläche hinzukommen. Das neue Gebäude soll sich optisch an den Altbau anpassen. Im Frühjahr 2012 soll der Bau fertig sein.  Von
Drucken per Mail
Pulheim-Stommeln

Ein verschmitztes Lächeln huscht über das Gesicht von Thomas Wingbermühle: „Ich bin froh, dass es los geht, ich freue mich auf die Grundsteinlegung“, sagt der Inhaber des Rewe-Marktes im Herzen des Mühlenortes. Bis dahin wird sich der 44-Jährige noch ein bisschen gedulden müssen. Rund zwei Wochen dürfte die symbolische Zeremonie noch auf sich warten lassen. Jetzt ist die beauftragte Baufirma erst einmal damit beschäftigt, das Fundament für den Anbau zu gießen. Anfang der Woche haben die Arbeiten an der Schmittegasse begonnen.

Breitere Wege

Kurz nach Eintreffen der Baugenehmigung, die Thomas Wingebermühle vor eineinhalb Jahren beantragt hatte. 500 Quadratmeter sollen in dem Neubau in konventioneller Bauweise (aus Stein und Beton) entstehen, zusätzlich zu den 1000 Quadratmetern in dem bestehenden Geschäft, das der Einzelhandelskaufmann und Diplom-Betriebswirt 1999 von seinen Eltern übernommen hat.

In den neuen Gebäudeteil, der mit dem alten verbunden wird, werden die Serviceabteilung mit Metzgerei und Käseabteilung und eine neue Antipasti-Abteilung mit Bedienung einziehen. Die Abteilungen für Tiefkühlkost, Obst, Gemüse und Molkereiprodukte werden „wesentlich größer. Die Abstände zwischen den Regalen werden von 1,60 auf 1,80 Meter vergrößert, die Regale werden niedriger“, sagt der Stommelner. Das Personal habe er schon Ende 2011 auf 30 Festangestellte und zwölf Teilzeitkräfte aufgestockt. „Um die Öffnungszeiten verlängern zu können – seit Dezember ist montags bis samstags von 8 bis 20 Uhr geöffnet – zu meiner Entlastung und um nicht erst nach neuen Mitarbeitern suchen zu müssen, wenn es soweit ist.“

Optisch wird sich das neue Gebäude an den Altbau anpassen. Geplant ist eine weiße Fassade mit einem verblendeten Sockel. Aus Rücksicht auf die Nachbarn lässt Wingebermühle die Gebäudeseiten zur Schmittegasse und zum Berlich wie auch das Flachdach begrünen. Die Stellplätze im unteren Abschnitt der Schmittegasse werden vor dem Neubau verlegt. Für die Nachbarn vis-à-vis lässt der Geschäftsmann einen Sichtschutz anbringen. Der zweite Eingang wird näher an die Hauptstraße verlegt.

Vor vier Jahren hat sich Thomas Wingbergmühle zu dem Schritt entschieden. 8300 Artikel hätten seine Eltern geführt, „heute sind es 13 000“. Da das Geschäft mit 1000 Quadratmetern an seine Grenzen gestoßen sei, habe er beschlossen, „wir machen es“. Die Entscheidung sei ihm relativ leicht gefallen. „Wenn ich von einer Idee überzeugt bin, setzte ich sie um.“ Ein Teil des Grundstückes habe schon ihm gehört, den anderen Teil habe er dazugekauft.

Im Frühjahr fertig

Das Bebauungsplanverfahren entpuppte sich als zeitaufwendig. „Da es keinen gab, musste ein Bebauungsplan erstellt werden.“ Um alle Belange der Nachbarn und der Umwelt zu berücksichtigen, habe er ein Brandschutz-, ein Lärmschutz- und ein Baugrundgutachten in Auftrag geben müssen. „Es war ein langwieriges und kostspieliges Verfahren“, Zahlen nennt Thomas Wingbermühle nicht.

Im Frühjahr 2013 soll der An- und Umbau beendet sein. Da der Bereich, in dem sich Metzgerei und Käseabteilung befinden, entkernt werden muss, „werden wir in der Bauphase wohl vorübergehend schließen müssen“. Thomas Wingbermühle rechnet mit ein bis zwei Wochen.

FACEBOOK
Kleinanzeigen