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Schulen: Gutachten für Oktober zugesagt

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Der Lärmpegel in den Mensen in Brauweiler (im Bild) und Pulheim ist hoch, weil die Raumakustik offenbar nicht den DIN-Normen entspricht.  Foto:  Archivbilder: MMA
Das Thema „Beseitigen der Akustikprobleme in den Mensen der Schulzentren Pulheim und Brauweiler“ ruht. Der ursprünglich für Ende Mai angekündigte Bericht eines Gutachters lässt auf sich warten. Im Oktober soll er fertig sein.  Von
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„Der Sachverständige hatte noch Fragen“, war beim Landgericht Köln zu erfahren. Da nicht alle Beteiligten zu einem Ortstermin hätten geladen werden können, habe sich das Ganze verzögert. „Schließlich hat der Ortstermin im August stattgefunden. Der Sachverständige sitzt jetzt an dem Gutachten, er hat es für Oktober zugesagt“, heißt es weiter.
Das Landgericht ist seit November 2011 in das Verfahren involviert. Der Grund: Damals hatte sich eine außergerichtliche Lösung zerschlagen, weil die Stadt sich für ein Beweissicherungsverfahren entschieden hatte. Ein solches Verfahren (auch „selbstständiges Verfahren“ genannt) bietet sich in Fällen an, in denen der Verlust von Beweismitteln droht. Für die Stadt waren zwei Aspekte ausschlaggebend: Sie wollte sich die Chance erhalten, die gutachterlich festgestellten Mängel so schnell wie möglich beseitigen zu lassen, und ihre Regressansprüche sichern.
Schließlich hatte ein Gutachter der Stadt im August attestiert, dass es in den Mensen am Schulzentrum Pulheim zu laut ist, weil die Raumakustik nicht den Anforderungen entspricht und DIN-Normen nicht eingehalten worden sind.
Noch bis Oktober 2011 hatte die Stadt die Hoffnung, die Akustikprobleme in den Neubauten außergerichtlich klären zu können. Doch ein Gespräch mit dem Architekten, dem Bauphysiker und den Herstellern der Mensadächer war ergebnislos verlaufen. Die Gesprächspartner hatten sich nach Angaben der Stadtverwaltung nicht auf eine zügige Sanierung sowie eine Übernahme der Kosten und somit auf eine außergerichtliche Lösung verständigen können. Die Stadt hatte nach dem Gespräch erklärt, dass der Dachhersteller erneut alle Mängelbeseitigungsansprüche zurückgewiesen hat und sie nun ein Beweissicherungsverfahren anstrebe.
Losgelöst von dem gerichtlichen Verfahren hatten der Architekt und der Bauphysiker schon im vergangenen Jahr eine Lösung für die Akustikprobleme in Aussicht gestellt. Sie hatten vorgeschlagen, an den Decken der beiden Mensen Akustikkörper anbringen zu lassen, die den Schall absorbieren sollen. Die kalkulierten Kosten belaufen sich auf 32 000 Euro je Mensa.

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