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Schulzentren: Akustik in Mensen wird verbessert

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Die Decken der Pulheimer Mensen sorgen offenbar für Probleme bei der Akustik  Foto: Maria Machnik
In den Mensen der Schulzentren Pulheim und Brauweiler ist es wegen Baumängeln zu laut. Das will die Stadt so schnell wie möglich beheben lassen. Dafür ist der Weg jetzt - nach Abschluss des Beweissicherungsverfahrens - frei.  Von
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Einen Zeitplan gibt es noch nicht. Doch möchte die Stadt die Akustikprobleme in den Mensen der Schulzentren Pulheim und Brauweiler so schnell wie möglich beheben lassen.

Der Weg dafür ist nun, da das Beweissicherungsverfahren abgeschlossen ist, frei. Die Stadt hatte sich im Oktober 2011 für das Verfahren entschieden. Damals hatte sich die Hoffnung, die Akustikprobleme in den Neubauten außergerichtlich klären zu können, zerschlagen. Das Beweissicherungsverfahren hatte die Stadt aus zwei Gründen angestrengt: Einerseits wollte sie sich die Chance erhalten, die im Juni 2011 von einem unabhängigen Sachverständigen festgestellten Mängel so schnell wie möglich beseitigen zu lassen. Andererseits wollte sie sich ihre Regressansprüche sichern. Da der Verlust von Beweismitteln drohte, bot sich ein Beweissicherungsverfahren an. Seit November 2011 war das Landgericht Köln in das Verfahren involviert.

Der von dem Gericht beauftragte Sachverständige hatte festgestellt, dass in den zwei jeweils 2,5 Millionen Euro teuren Mensabauten erhebliche akustische Mängel vorliegen. Verursacht seien sie dadurch, dass die an der Decke angebrachte Beschichtung aufgrund ihrer Beschaffenheit ungeeignet und die Fläche, auf der sie angebracht ist, zu groß sei.

Das Beseitigen der Mängel wird deutlich teurer als bislang angenommen. Der Grund: In einem ergänzenden Gutachten hatte der Sachverständige festgestellt, dass die bislang vorgeschlagene Lösung nicht ausreicht, um einen vorschriftsmäßigen Zustand zu erreichen. "Er schlägt eine wesentlich umfassendere Sanierung vor. Alle Deckenteile müssen mit schallabsorbierendem Material belegt werden", sagt Stadtsprecher Dirk Springob.

Teuerer als erwartet

Die empfohlenen Lösungen würden geschätzt doppelt so teuer wie die bisher vorgeschlagenen. Die Rede sei nun von 60 000 statt 30 000 Euro. Um den Schall zu absorbieren, hatten der Architekt und der Bauphysiker vorgeschlagen, an den Decken der Mensen, die seit 2011 in Betrieb sind, Akustikkörper anbringen zu lassen.

Da die Stadt die Mängel so schnell wie möglich beseitigen lassen möchte, wird ein Fachbüro nun Pläne ausarbeiten. Anschließend werde ein Leistungsverzeichnis erstellt, dann würden die Arbeiten ausgeschrieben. Ausgestanden ist die Sache nach Beseitigen der Mängel allerdings nicht. Die Stadt wird gerichtlich klären lassen, wer (Architekt, Bauphysiker oder Hersteller der Mensadächer) für die Mängel verantwortlich ist und ob sie einen Anspruch auf Schadenersatz hat.

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