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Stommelner Freibad: Grünes Licht für Hallenbad-Neubau

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Die Mehrheit des Rates will das neue Hallenbad am Standort des Stommelner Freibades bauen. Foto: Maria Machnik
Für 14,5 Millionen Euro wird auf dem Gelände des Stommelner Freibades nun ein neues Hallenbad gebaut. Das hat der Stadtrat beschlossen. Das Freibad mit Springerbecken und Sprungturm soll aber erhalten bleiben.  Von
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Nun soll es schnell gehen. Um zu verhindern, dass sich die geplante Neugestaltung der Pulheimer Bäderlandschaft weiter verzögert und die Baukosten folglich weiter in die Höhe schießen, haben CDU, SPD, FDP und Bürgermeister Frank Keppeler in der Sitzung des Stadtrates das Projekt nun auf den Weg gebracht. Die Grünen stimmten nicht zu, weil ihrer Ansicht nach nur Stommeln, nicht aber der Zentralort Pulheim als Standort diskutiert wurde und die Grünen „der Finanzierung nicht trauen“, sagte Fraktionssprecher Thomas Roth.

Kosten
Bau- und Nebenkosten
altes Hallenbad

Die neue Bäderlandschaft auf dem Gelände des Stommelner Freibades wird 14,5 Millionen Euro kosten. Die Folgekosten (also Betriebskosten, Zinsen und Abschreibung pro Jahr) belaufen sich auf 1,2 Millionen Euro. Die Zahlen gehen aus der Kostenberechnung des Büros WSP hervor. Die Firma ist für die Projektleitung und -steuerung zuständig. Im Auftrag der Stadt hat sie die vorläufigen Berechnungen aus dem Jahr 2011 aktualisiert. Zusätzlich hat das Büro die Ausstattung berechnet, die der Stadtrat zusätzlich wünscht.

In den 14,5 Millionen Euro enthalten sind Bau- und Nebenkosten (rund 13,6 Millionen Euro) sowie Ausgaben, die bislang nicht berücksichtigt waren. Dazu zählen die Sanierung des Sprungturms (90 000 Euro), eine neue Rutsche (160.000 Euro) und Container, in denen in der Bauphase die Umkleiden für die Sportvereine untergebracht werden (90.000 Euro). Hinzu kommen 843 000 Euro für Umsatzsteuer.

In der Summe nicht enthalten sind 155.000 Euro für den Abbruch des alten Hallenbades in Pulheim-Mitte. Zehn Millionen Euro für das Projekt sind im städtischen Haushalt eingeplant, 3,7 Millionen Euro werden in den Finanzplan 2014 aufgenommen, die restlichen 782.000 Euro ins Investitionsprogramm für das Jahr 2015. (mma)

Der Bürgerverein lehnte das Projekt ohne Begründung ab. Auch Holger Veit (CDU) und Hans Ehm (FDP) stimmten dagegen. Mitglieder der Interessengemeinschaft Hallenbad Pulheim-Freibad Stommeln zweifelten in der Bürgerfragestunde an, dass die nun angestrebte Lösung die wirtschaftlichste ist. Das neue Hallenbad soll ein Schwimmerbecken mit fünf 25-Meter-Bahnen, ein Lehrschwimmbecken mit Hubboden, einen Ein- und einen Drei-Meter-Sprungturm bekommen. Im Sprungbereich soll das Becken 3,80 Meter tief sein. Anders als zunächst geplant, soll das Freibad mit Springerbecken und Sprungturm erhalten bleiben. Der Sportlertrakt soll durch einen Neubau mit gleich großen Umkleiden und Gruppenräumen ersetzt werden.

Der Projektsteuerer und der Generalplaner (die Firma DTF) werden nun die Ausführungsplanung ausarbeiten. Um eine „relativ hohe Sicherheit“ zu haben, sollen die Arbeiten so früh wie möglich, im August, ausgeschrieben werden, sagte Simon Wenger von der Firma WSP. Das entspreche 60 bis 70 Prozent des kompletten Auftragsvolumens. Die Aufträge sollen einzeln an Fachfirmen und nicht an ein Generalunternehmen, das seinerseits Subunternehmen beauftragt, vergeben werden. Generalplaner und Projektsteuerer gehen davon aus, dass im November die Abbrucharbeiten beginnen. Für Februar 2014 sind die Erdarbeiten terminiert, zwei Monate später sollen die Rohbauarbeiten folgen. Läuft alles glatt, dann ist die Bäderlandschaft im Oktober 2015 in Betrieb.

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