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Tour de Flönz: Vom Winzling bis zum Pullmann

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2. Tour de Flönz: Ein stolzer Wikinger als Kühlerfigur ziert die alten Modelle von Rover.  Foto: Joachim Röhrig
Für 50 Oldtimer-Piloten mit ihren wunderschönen Fahrzeugen ging’s am Ostersamstag um die Blutwurst: Auch bei der 2. Auflage der Tour de Flönz lockten die Gastgeber von der Karnevalsgesellschaft Ahl Häre wieder mit rheinischen Leckerbissen.  Von
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Für 50 Oldtimer-Piloten ging’s am Ostersamstag um die Blutwurst: Auch bei der 2. Auflage der Tour de Flönz lockten die Gastgeber von der Karnevalsgesellschaft Ahl Häre wieder mit deftigen rheinischen Leckerbissen. Die stolzen Oldie-Besitzer kamen gern und präsentierten beim Start auf dem Marktplatz wunderschöne Fahrzeuge aus fast 60 Jahren Automobilgeschichte. 

Mit immerhin auch schon 21 Jahren auf der Achse war der Porsche Carrera 911 mit Gerd Maaß am Steuer der jüngste Hüpfer im Feld. Sportwagen-Liebhaber schnalzen bei diesem Anblick schon mit der Zunge.

Doch ihr Hauptaugenmerk richteten die vielen Schaulustigen, die vor dem Start zur Autoschau auf dem Marktplatz strömten, natürlich auf die ganz alten Schätzchen – und hier besonders auf den dunkelblauen Ford V8-48 der Pulheimer Familie Moerke. Das bestens gepflegte Prunkstück aus dem Baujahr 1937 durfte wie im Vorjahr wieder die Alterspräsidentschaft und damit die Startnummer eins übernehmen, dicht gefolgt von Hans Kaczmareks Morris 12/4 von 1938 und Ferdinand Baratellas Opel Olympia A von 1939.

Zu den absoluten Hinguckern zählte zudem ein gut 40 Jahre alter Mercedes Benz 600 Pullmann. Das ist die legendäre Staatskarosse, die die höchsten Häupter in den sechziger und siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts gern zum Repräsentieren nutzen. Gut sechs Meter ist die sechstürige Limousine lang und zudem mit allerlei Luxus bis hin zur Sektbar ausgestattet. Während Rainer Jansen, der noch amtierende Bauer des Pulheimer Karnevalsdreigestirn, es sich im feinen Fond bequem machen durfte, hatte Wolfgang Toll am Steuer alle Hände voll zu tun, denn bei einem Wendekreis von rund zwölf Meter ist schon ziemlich viel fahrerisches Können gefragt.

Im Minutentakt auf Rundkurs

Nachdem die Zuschauer ausreichend Gelegenheit gehabt hatten, die Oldtimer gebührend zu bewundern, schickten Reiner Iven und Udo Bauer die Fahrzeuge ab 12 Uhr im Minutentakt auf den Rundkurs, der die Teilnehmer zunächst nach Bergheim und an der Feste Zons vorbei am späten Nachmittag schließlich zurück nach Pulheim führte. Spitzengeschwindigkeiten waren dabei nicht gefragt, wohl aber Geschicklichkeit. Unterwegs konnten bei Rangierübungen und anderen spaßigen Fahrprüfungen Punkte für die Gesamtwertung gesammelt werden, und dabei zeigte sich einmal mehr, dass ein Fiat 500 einem Mercedes 600 zuweilen weit überlegen sein kann.

Der Sieg ging schließlich an Heinz und Tobias Dannhüser, die im feuerroten Alfa Romeo auch die Erstauflage im vergangenen Jahr gewonnen hatten. Rang zwei sicherten sich Michael Klebe und Hansi Schlich im Fiat 600 D vor Peter Henkes und Sylvia Trampert im R5.

Die begehrte Flönz gab’s aber nicht nur für die Bestplatzierten, sondern in kleineren Ausführungen auch für für alle anderen Starter. Und Riesenspaß am Dabeisein und am Präsentieren ihrer Oldtimer hatten die Blutwurst-Piloten ohnehin.

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