28.09.2016
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App-Entwickler aus Köln: Neue App bündelt Rabattaktionen

Ein Kölner Unternehmen hat eine neue Shopping-App für Smartphones und Tablets entwickelt. (Symbolbild)

Ein Kölner Unternehmen hat eine neue Shopping-App für Smartphones und Tablets entwickelt. (Symbolbild)

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dpa

Köln -

Einkaufen kann so schön sein - besonders dann, wenn sich das eine oder andere Schnäppchen erstehen lässt. Doch nicht jede Rabattaktion der Einzelhändler erreicht die Kunden auch tatsächlich. Eine neue App aus Köln soll das nun ändern.

„Highstreet“ heißt die kostenlose Anwendung, die für mobile Endgeräte mit IOS- und Android-Betriebssystem konzipiert ist. Der neue digitale Service für Smartphone- und Tabletbesitzer bündelt Angebote von Einzelhändlern in ganz Deutschland. Derzeit erfasst „Highstreet“ knapp 150 Geschäfte und deren Rabattaktionen, die die Händler über Facebook oder Newsletter verbreiten. Zusätzlich schickt die Kölner Firma sogenannte „Deal-Scouts“ los, die vor Ort regelmäßig nach neuen Rabattaktionen fahnden. Bei der Entwicklung hat sich die Blue Ocean Media GmbH mit Sitz in Nippes dabei vor allem Eines zum Vorteil gemacht: „Online-Preisvergleiche gibt es viele. In App-Form aber ist unser Angebot bislang einzigartig“, erklärt Geschäftsführer Stefan Voßkötter.

Derzeit richtet sich die App vornehmlich an Kunden in Ballungszentren. Denn die Betreiber achten darauf, dass aufgeführte Geschäfte in mindestens drei oder vier großen deutschen Städten Filialen betreiben und Rabattaktionen bundesweit gelten. In Köln sind aktuell vor allem große Händler auf der Ehrenstraße, der Schildergasse und der Hohe Straße vertreten. Was aber ist mit der Boutique aus dem Belgischen Viertel? „Perspektivisch gesehen ist es durchaus denkbar, dass wir die irgendwann auch erfassen“, sagt Voßkötter. Noch sei das aber noch nicht der Fall.

Die Idee zur App ist vergangenes Jahr entstanden, im November begann ein fünfköpfiges Team damit, am Konzept zu tüfteln. Ziel sei es gewesen, eine Art digitales, personalisierbares Magazin für den Kunden zu schaffen, erklärt Voßkötter. Nutzung und Bedienung der Anwendung sind simpel: Wer die App installiert, kann ohne Anmeldung diejenigen Geschäfte und Händler abonnieren, die ihn persönlich am meisten interessieren - meist sind das um die 20, weiß Vorkötter aus Erfahrung. Daraufhin erhält der Nutzer dann die neuesten Informationen über aktuelle Rabattaktionen und Preisnachlässe. Wer ganz aktuell mehr oder weniger in Echtzeit über neue Angebote informiert werden will, kann sich dabei auch sogenannte Push-Mitteilungen live auf den Bildschirm zuschicken lassen.

Seit Mitte Januar ist „Highstreet“ über die jeweiligen App-Stores erhältlich. Mit der bisherigen Resonanz ist der Geschäftsführer der Blue Ocean Media GmbH mehr als zufrieden. „Wir sind selbst erstaunt darüber, wie schnell sich die App verbreitet“, so Stefan Voßkötter. Mehrere hundert Downloads verzeichnet das Unternehmen eigenen Angaben zufolge derzeit pro Tag, insgesamt habe man bereits mehrere tausend Nutzer.

Händler zeigen Interesse

Noch verdient Voßkötter allerdings kein Geld an der App. Das soll sich künftig ändern. Der 37-Jährige setzt auf das im Online-Marketing bereits bewährte Konzept des Affiliate-Marketings. Dabei platzieren beispielsweise Betreiber von Webseiten oder Online-Shops Werbelinks kommerzieller Anbieter, etwa in Banner-Form, auf ihrer Plattform - klicken die Nutzer darauf, erhalten die Webseiten-Betreiber eine Provision. Im Falle der „Highstreet“-App soll das Konzept greifen, wenn Kunden auf die jeweils angehängten Links zu den Online-Sops der Einzelhändler klicken. Auch die durch die App zusätzlich generierte Kundenfrequenz im Laden will Voßkötter beispielsweise über Rabatt-Coupons messbar machen und monetarisieren. „Wir verbreiten schließlich Werbung und versuchen ja ganz klar, die Leute in die Läden zu bekommen“, erklärt er. Aber besteht an diesem Modell auch seitens der Einzelhändler ausreichend Interesse? Durchaus, sagt Stefan Voßkötter.

Für die Zukunft will er das Angebot der App noch ausweiten. Über die integrierte Feedback-Funktion hätten Nutzer den Wunsch nach mehr Informationen über einzelne Händler geäußert. Öffnungszeiten, die genaue Lage des Geschäfts - um diese Angaben soll „Highstreet“ noch wachsen.