24.07.2016
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Habemus @Pontifex : Der Papst twittert

Der Papst auf Twitter

@Pontifex: Der Papst twittert.

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Screenshot/ksta.de

Köln -

Ist Entfolgen das neue Exkommunizieren? Ersetzt die Gefolgschaft auf Twitter künftig Prozessionen? Ist man in irgendeiner Form gesegnet, wenn der Papst einen eigenen Beitrag weiter verbreitet (retweetet)?

Seit Papst Benedikt XVI angekündigt hatte, demnächst zu twittern, häufen sich witzige, ironische, aber auch ernsthaftere Gedanken über den neuen Informationskanal aus dem Vatikan.

Vor allem die italienische Twittercommunity stand unter dem Hashtag #ilPapasutwitter (der Papst auf Twitter) Kopf.

„Pope Benedict XVI on Twitter“ schnellte in den weltweiten Twitter-Trends nach oben.

#askpontifex

Auf einer Pressekonferenz am Montag gab der Vatikan dann Einzelheiten bekannt:

Unter @pontifex wird der Papst die erste Botschaft während der Generalaudienz am 12. Dezember um 12 Uhr über das Internetnetzwerk senden. Sie werde eine Frage des Glaubens berühren.

Ab sofort können Internetnutzer auf Twitter dazu Fragen an das Kirchenoberhaupt richten unter der Adresse #askpontifex. Geplant ist einem Sprecher zufolge zunächst eine regelmäßige Botschaft wöchentlich zu jeder Generalaudienz.

Möglicherweise werde sich der Papst aber auch häufiger über Twitter äußern. Neben theologischen und philosophischen Gedanken werde Benedikt XVI. eventuell auch zu aktuellen Ereignissen Stellung nehmen.

@pontifex_de

Neben Englisch sollen die Botschaften in Spanisch, Französisch, Italienisch, Portugiesisch, Deutsch (@pontifex_de), Polnisch und Arabisch verbreitet werden. Unter Umständen kämen weitere Sprachen hinzu.

„Die tweets des Papstes sollen Gläubige und Nichtgläubige zur Diskussion und zum Dialog anregen“, hieß es. Gemäß seinem Aufruf zum Weltkommunikationstag 2009, den „digitalen Kontinent“ zu evangelisieren, solle die Internetpräsenz von Benedikt XVI. Menschen verschiedener Länder, Sprachen und Kulturen zum Nachdenken anregen und darüber ins Gespräch bringen. Dafür stehe der Account-Name „pontifex“ (Brückenbauer), betonte Lombardi.

Perlen der Weisheit

Die im Twitterformat in maximal 140 Zeichen verfassten Gedanken des Papstes könnten als „Perlen der Weisheit“ betrachtet werden, sagte der Präsident des Päpstlichen Rates für die sozialen Kommunikationsmittel, Erzbischof Claudio Maria Celli, bei der Pressekonferenz im Vatikan. (mit kna)