25.09.2016
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Kölner Stadt-Anzeiger | RSS-Dienst: Google stellt RSS-Reader ein
14. March 2013
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RSS-Dienst: Google stellt RSS-Reader ein

Google

Google stellt seinen RSS-Dienst Google Reader ein.

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dpa

Mountain View -

Millionen Internet-Nutzer, die auf den RSS-Dienst Google Reader als Nachrichtenticker vertrauen, werden sich zum Sommer eine Alternative suchen müssen. Google macht den 2005 gestarteten Service am 1. Juli dicht. Die Zahl der Nutzer sei gesunken, hieß es am Mittwoch zur Begründung in einem Blogeintrag. Man werde die Daten exportieren können, um zu einem anderen Dienst umzuziehen, versprach der Internet-Konzern. Auf den Google Reader greifen auch viele RSS-Apps für Smartphones und Tablets zurück.

Twitter und Facebook waren stärker

Mit RSS (Really Simple Syndication) kann man neuen Inhalten auf Websites folgen, ohne sie jedes Mal neu aufrufen zu müssen - die neuen Einträge tauchen in einer Art Nachrichtenticker auf. Google eroberte mit seinem kostenlosen Reader schnell einen großen Teil des Marktes. Mit der Ausbreitung von Twitter und Facebook wurden die RSS-Ströme allerdings für viele Nutzer weniger wichtig. Google versucht, mit Google+ ein eigenes Online-Netzwerk zu etablieren.

Wer seine Abonnements aus dem Google Reader nach dem 1. Juli weiter nutzen will, kann seine Daten über Google Takeout unter www.google.de/takeout exportieren. Takeout erstellt aus den gesammelten Reader-Dateien ein ZIP-Archiv, das unter anderem die Datei subscriptions.xml enthält. Diese Datei können Nutzer bei anderen RSS-Readern importieren.

Es gibt Alternativen

Alternativen zum Google Reader sind unter anderem NewsBlur, Good Noows, Pulse und NetVibes. Alle Angebote sind webbasiert, Nutzer können also von mehreren Rechnern und mobilen Geräten auf ihre Abos zugreifen. Wer seine RSS-Feeds nicht über den Browser, sondern ein Programm abrufen möchte, kann zum Beispiel FeedReader, FeedDemon oder RSS Bandit installieren. Populäre RSS-Apps sind unter anderem Flipboard und FludNews. Eine dritte Variante ist der Dienst Feedly, der als Browser-Erweiterung für Firefox daherkommt.(dpa)