30.08.2016
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Kölner Stadt-Anzeiger | Caros Campus: Mitten im Prüfungsstress
22. January 2013
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Caros Campus: Mitten im Prüfungsstress

Caroline Asal-Radler

Der Prüfungsstress zum Semesterende hat Caroline Asal-Radler fest im Griff.

Foto:

Grönert

Köln -

Ich betrete den Lesesaal und versuche einen Platz zu ergattern. Keine Chance. Alle Plätze sind besetzt und auf den Tischen stapeln sich Bücher und Unterlagen. Es ist Klausurenphase und in der Uni herrscht eine angespannte Stimmung.

Der Unterschied zum Rest des Semesters ist enorm. Anfangs erschien mir die Uni wie ein Bienenstock: überfüllte Seminare und Hörsäle, angeregte Diskussionen: ein geschäftiges Treiben.Mit dem Herbst kam der Einbruch. Die Motivation fürs Studieren ging schlagartig herunter, die Hörsäle wurden leerer und die Partys wilder. Auch ich hatte es zeitweise schwer, gegen den inneren Schweinehund zu kämpfen und mich aus dem warmen Bett quälen, um durch den kalten Regen in die Uni zu fahren.

Ein Referat folgt dem nächsten

Seitdem die Weihnachtsferien vorüber sind, ist alles anders. Ein Referat folgt dem nächsten, es müssen Forschungsprojekte fertig gestellt werden, die Klausuren sind in nicht allzu weiter Ferne und man beginnt sich zu ärgern, dass man nicht während des Semesters schon vorgearbeitet hat.

Dabei habe ich es im Gegensatz zu den Psychologie- oder Jurastudenten noch ganz entspannt. Die sehe ich nur noch mit dicken Büchern unter dem Arm durch die Uni flitzen. „Fürs Abi habe ich vielleicht ein Zehntel von dem gelernt, was ich hier allein für eine Klausur lernen muss“, hört man sie sagen. Verabredungen werden regelmäßig mit der Begründung „Sorry, muss lernen“ abgesagt.

Den Lernstoff bewältigen

Wir Erstsemester müssen uns mit Fragen auseinandersetzen wie: Wie lerne ich am effektivsten die große Menge an Stoff, die vorausgesetzt wird? Wie lasse ich mich nicht von dem großen Berg, der vor mir liegt, entmutigen? Und wie viele Pausen gönne ich mir?

Die Lernzeit kann schon mal frustrierend sein, aber irgendwie hat es auch was, sich einen Monat hinter den Büchern zu verkriechen. Vor allem mit der Aussicht auf die Semesterferien, die ja - zum Glück - schon bald kommen.